Vier Tage, die bleiben

Landesjugendcamp steht vor der Tür
Eine Gruppe Jugendlicher hält sich im Arm
Bild: Thomas Lohnes

Zwei Teamerinnen aus Ostfriesland-Ems erzählen, was das Landesjugendcamp so besonders macht – und warum du dabei sein solltest.

Wenn Mitte Juni Zelte wachsen, Musik über den Platz klingt und überall junge Menschen unterwegs sind, dann ist klar: Das Landesjugendcamp steht vor der Tür. Für viele ist es ein einmaliges Erlebnis – für andere längst ein fester Bestandteil ihres Lebens.

Für Hanna (22) und Michele (24) ist es sogar weit mehr als nur ein Hobby geworden. Beide sind 2026 wieder als Teamerinnen dabei – und das mit spürbarer Begeisterung.

Zwei Mädchen halten sich im Arm.
Bild: Julia Fischer/Sprengel Ostfriesland-Ems.
Michele (links) und Hanna (rechts) sind seit Jahren als Teamerinnen dabei.

Vom Kindergottesdienst zum Landesjugencamp

Hanna aus dem Kirchenkreis Aurich ist quasi mit der evangelischen Jugendarbeit groß geworden. „Eigentlich hat alles im Kindergottesdienst angefangen“, erzählt sie. Was als vorsichtiger Einstieg mit ihrer Mutter begann, entwickelte sich Schritt für Schritt weiter: Konfiarbeit, Freizeiten – und schließlich das Landesjugendcamp. Spätestens seit ihrem ersten Camp 2018 war für sie klar: Das will ich wieder erleben. Heute übernimmt sie sogar organisatorische Verantwortung.

Eine Gruppe Menschen stehen in der Schlange für die Essensausgabe.
Bild: Thomas Lohnes
Ohne das Engagement vieler Ehrenamtlicher wäre das Landesjugendcamp nicht möglich.

Auch Michele aus dem Kirchenkreis Emsland-Bad Bentheim hat ihren Weg über die Gemeinde ins Camp gefunden. Nach der Konfizeit engagierte sie sich immer stärker – bis sie schließlich im Landesjugendcamp landete. „2016 war ich das erste Mal dabei – inzwischen ist es mein Hobby geworden“, sagt sie und lacht.

Was beide antreibt, ist mehr als nur Spaß an der Sache. Es ist die Gemeinschaft. Auch wenn ein Camp anstrengend ist, mit wenig Schlaf und viel Arbeit, überwiegt für Hanna ein Gefühl: „Man macht alles zusammen – und genau das motiviert total.“ Michele ergänzt: Für sie sind es vor allem „die vielen kleinen Momente“, die das Camp besonders machen – und dieser eine Augenblick, wenn alles aufgebaut ist und die Teilnehmenden ankommen. „Dann wissen wir: Jetzt geht es los.“

Ein Wegweiser mit Fragen zur Zukunft.
Bild: Thomas Lohnes
Im geschützten Rahmen können sich die Jugendlichen über Zukunftsfragen austauschen und diskutieren.
„Glaube ist nicht uncool – und es gibt viele andere junge Menschen, die ähnlich denken.“
Hanna, Teamerin beim Landesjugendcamp, Kirchenkreis Aurich

Auftauchen, wo Glaube Wellen schlägt!

Das diesjährige Motto „Auftauchen, wo Glaube Wellen schlägt“ hat für beide eine ganz eigene Bedeutung. Hanna beschreibt es als Einladung, Glauben sichtbar zu machen – nicht nur im Gottesdienst, sondern mitten im Leben. Für Michele steckt darin etwas anderes: „Schon kleine Dinge können Großes bewirken.“ Ein Lächeln, eine gute Tat – und plötzlich zieht es Kreise.

Genau solche Erfahrungen möchten sie weitergeben. Jugendliche sollen beim Camp nicht nur Spaß haben, sondern auch merken: Sie sind nicht allein. „Glaube ist nicht uncool – und es gibt viele andere junge Menschen, die ähnlich denken“, sagt Hanna.

Jugendliche klettern in einem Hochseilgarten.
Bild: Thomas Lohnes
Auch actionreiche Aktivitäten kommen beim Landesjugendcamp nicht zu kurz.

Und warum sollte man sich anmelden?

Die Antwort kommt schnell – und eindeutig:
„Weil es überall etwas zu entdecken gibt“, sagt Hanna.
„Und weil du die Zeit nie vergessen wirst“, ergänzt Michele.

Das Landesjugendcamp 2026 findet vom 11. bis 14. Juni statt.
Die Anmeldung läuft direkt über den eigenen Kirchenkreisjugenddienst.

Jugendliche tanzen.
Bild: Thomas Lohnes
Wie kann ein aufregender Tag besser enden als mit einer Silent Disco?
Julia Fischer/Sprengel Ostfriesland-Ems