Unser Verhalten ist nur dann nachhaltig, wenn die drei Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziales so abgewogen werden, dass für ein gutes Leben jetzt und in Zukunft durch menschliches Verhalten kein Schaden entsteht.
Ökologische Nachhaltigkeit bedeutet, die Umwelt so zu schützen, dass die Natur dauerhaft erhalten bleibt. Das heißt: Produktionsprozesse ressourcenschonend gestalten, Artenvielfalt bewahren, Meere und Wälder schützen und erneuerbare Energien nutzen.
Ökonomische Nachhaltigkeit bedeutet, so zu wirtschaften, dass Unternehmen, Arbeitsplätze und Wohlstand dauerhaft gesichert sind. Das Ziel ist ein stabiles Wirtschaftssystem, das auf langfristigen Erfolg statt kurzfristige Gewinne setzt.
Soziale Nachhaltigkeit bedeutet, dass alle Menschen gerecht und würdevoll behandelt werden. Dazu gehören Chancengleichheit, Zugang zu Bildung und Gesundheit und ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft. Ziel ist ein sicheres und solidarisches Zusammenleben.
Für unsere Kirche ergeben sich unterschiedliche Fragen: Was brauchen wir, um dem kirchlichen Auftrag im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit gerecht zu werden? Welche Räume, welche Versorgung, welche Angebote? Wie können wir dafür die notwendigen Mittel beschaffen und als gute Haushalter mit ihnen umgehen – sparsam und wirtschaftlich?
Nachhaltigkeit bedeutet, so zu leben und zu wirtschaften, dass die natürlichen Ressourcen der Erde geschont werden und auch zukünftige Generationen gut leben können. Vereinfacht gesagt: Nicht heute auf Kosten von morgen zu handeln.
Aus der Schöpfungsperspektive ist zu fragen, welches menschliche Verhalten geeignet ist, anderen Lebewesen eine gute Lebensmöglichkeit zu erhalten.
Die Landeskirche Hannovers hat sich ein Klimaschutzgesetz gegeben, das einen verbindlichen Rahmen für nachhaltiges Verhalten in den Bereichen Gebäude, Grundstücke und Mobilität schafft.