„Gemeindebriefe sind ein Stück Kirche für Zuhause“

80 Teilnehmende beim 11. Gemeindebriefforum in der Evangelischen Agentur
Menschen stehen in einem Forum.
Bild: Nancy Heusel

Wie nutze ich Layout-e? Wie finde ich neue Themen und wie spreche ich damit Menschen an? Wo finde ich Unterstützung für meine redaktionelle Arbeit? Darum ging es unter anderem beim 11. Gemeindebriefforum in der Evangelischen Agentur.

Rund 80 Interessierte hatten sich zu der ausgebuchten Tagung eingefunden, um in sechs Workshops ihr Wissen zu vertiefen, sich auszutauschen und zu vernetzen – darunter viele, die zum ersten Mal aus allen Teilen Niedersachsens angereist waren.

 „Wie schön, dass es Sie gibt! Sie arbeiten daran, dass Kirche gesehen wird und Sie sorgen dafür, dass Glaube und Gemeinschaft vor Ort erfahrbar wird“, hob Fabian Gartmann, Teamleiter des Gemeindebriefservice in der Evangelischen Medienarbeit in seiner Eröffnungsrede das Engagement der Redaktionsmitglieder hervor. „Denn Gemeindebriefe sind ein Stückchen Kirche für Zuhause!“ Nach wie vor seien sie der erste Kontakt zu denjenigen, die der Kirche nicht so nahe stünden und schafften Transparenz und Heimatgefühl, ergänzte Jan von Lingen (Evangelische Medienarbeit) in seinem Workshop „Themen setzen und entwickeln“.

Do's und Don'ts

Wer sich mit knackigen Überschriften auseinandersetzen wollte, war bei dem Journalisten Sebastian Balmaceda richtig: Er stellte die Do's and Don'ts der Headlines vor und brachte mit der Aufforderung, über den ersten Satz des eigenen Nachrufs nachzudenken, auf unterhaltsame Weise die Teilnehmenden dazu, die Perspektive zu wechseln und so auf neue Ideen zu kommen. Weitere Workshops beschäftigten sich mit Themen wie „Ganzheitlicher Öffentlichkeitsarbeitsauftritt“, „Veränderungen planen: Alles neu machen? Aber wie und wo anfangen“, „Gemeinwesenorientierung im Gemeindebrief“ und „Layout-e - das Tool für Gemeinschafts- und Kommunikationsmaterialien“.

Welche Vorteile diese neue Software den ehrenamtlich arbeitenden Redaktionen der Gemeindesbriefe bietet, zeigte sich an drei Impulsvorträgen aus den Redaktionen zu Beginn der Tagung. „Das Layout-e kostet am Anfang ein bisschen Zeit, aber es ist ein Programm, das man gut lernen kann. Toll ist auch, dass damit viele gleichzeitig von unterschiedlichen Orten aus arbeiten können“, berichtete Barbara Johns aus Päse. Und Jörn Dollenberg aus Soltau ergänzte: „Ich fühlte mich durch das Baukastenprinzip anfangs etwas eingeschränkt, nach zwei Ausgaben merkte ich, dass das ein Vorteil ist, denn es fördert Einfachheit und Klarheit.“ 

„Sie arbeiten daran, dass Kirche gesehen wird, und sorgen dafür, dass Glaube und Gemeinschaft vor Ort erfahrbar werden.“
Fabian Gartmann, Teamleiter des Gemeindebriefservice

Austausch und Beratung

Bei der Umstellung ihrer Gemeindebriefe auf Layout-e waren sich die Vortragenden über den guten Service einig: „Die Medienagentur mit Frau Niebergall bietet immer eine tolle Unterstützung“, brachte es Regina Zaliskas aus Hannover auf den Punkt.

Insgesamt 1200 Gemeinden zählt die evangelisch-lutherische Landeskirche, hunderte Gemeindebriefe werden im zwei, drei- und viermonatlichem Rhythmus herausgegeben. „Daran arbeiten geschätzt mehrere tausend Engagierte mit. Diese kleinen Publikationen sind ein großer Schatz!“ Und gerade daran, dass sich so viele Menschen damit beschäftigen, die keine ‚digital natives‘ seien, werde deutlich, wie wichtig ihnen qualitativ hochwertige Gemeindebriefe seien, so Fabian Gartmann. „Dafür ist der Austausch hier in dem Gemeindebriefforum ganz wichtig, denn die Herausforderungen unter den Bedingungen der Zusammenlegungen sind ja überall gleich.“

Mehr Einblicke in das 11. Gemeindebriefforum

Sonja Steiner