„Das Camp ist etwas ganz Besonderes“

Für die Logistik beim Landesjugendcamp sorgen Ehrenamtliche – manche seit vielen Jahren
Mehrere als Männer und Frauen lesbare Personen in blauen T-Shirts, einige stehen auf einem Trecker-Anhänger.
Bild: privat

Mitte Juni feiern bis zu 2.000 Jugendliche gemeinsam das Landesjugendcamp im Evangelischen Jugendhof Sachsenhain in Verden. Wie dutzende andere Ehrenamtliche wird dann auch Michaela Bärwaldt wieder mit dabei sein.

Michaela Bärwaldt (46) arbeitet in der Personalabteilung der ZF Group in Hannover. Sie berät Führungskräfte, begleitet Veränderungen und Weiterentwicklung bei Mitarbeitenden und hilft, Prozesse zu optimieren. Sie engagiert sie sich seit drei Jahrzehnten für kirchliche Jugendarbeit und insbesondere das Landesjugendcamp.

„Beim LaJuCamp erleben im besten Fall knapp 2.000 Jugendliche gemeinsam vier tolle Tage. Sie feiern Gottesdienst, genießen Gemeinschaft und gemeinsames Essen.

Ich war 1996 selbst das erste Mal als Teilnehmerin dabei. Nach der Konfirmation habe ich schnell damit begonnen, mich als Ehrenamtliche einzubringen. Meine Motivation hat sich dabei über die Jahre nicht geändert: Das Camp soll für die Jugendlichen ein so tolles Erlebnis sein, dass sie gern wiederkommen und vielleicht auch mithelfen.

Ich engagiere mich auf dem Landesjugendcamp bei GWS: Gas, Wasser, Service. Das ist die zumeist ehrenamtliche Logistik- und Infrastrukturtruppe. Manche GWSler kenne ich schon sehr lange. Unser GWS-Elektriker zum Beispiel ist seit 1994 dabei und sorgt dafür, dass Strom und Licht funktionieren. Andere organisieren die Busanreise für die Teilnehmenden. Wir bauen alles auf, was die Jugendlichen beim Camp vorfinden, also die Duschcontainer, die Abwaschstationen oder die Beleuchtung des Camps. Nur um die großen Veranstaltungszelte kümmert sich eine Firma.

Die meisten von uns sind schon am Sonntag vorher da und fahren erst am Montag darauf, wenn alle Teilnehmenden längst abgereist sind, wieder heim. Dazu haben wir einige Vorbereitungstreffen und -wochenenden. Alles in allem ein ganz schöner Aufwand – aber wir wollen ja auch etwas Großartiges erhalten und stärken, das wir selbst erlebt haben. Das größte Lob für uns ist es, wenn die Teilnehmenden am Sonntag mit dem Gedanken in den Bus steigen, nächstes Mal wiederzukommen.

„Wir wollen etwas Großartiges erhalten und stärken, das wir selbst erlebt haben.“
Michaela Bärwaldt

Das LaJuCamp ist eine Möglichkeit für junge Menschen, sich zu entwickeln und letztlich in Gemeinschaft zu sich selbst und anderen zu finden. Vor vier Jahren hat sich sogar ein junger Mann taufen lassen und war dabei umgeben von hunderten anderen Jugendlichen. Das ist schon etwas ganz Besonderes.“

Eine als Frau lesbare Person schaut aus einem Fenster, unter ihr ein handgeschriebenes Blatt mit der Aufschrift: Camp-Shuttle.
Bild: privat
Michaela Bärwaldt war 1996 selbst das erste Mal als Teilnehmerin dabei.
EMA