EKD-Ausstellung zu Menschenrechten kommt nach Nienburg

Mehrere Personen rollen einen großen Ball mit der Aufschrift: Alle. Alle? Alle!
Bild: Frei und Gleich / Kolya Reichart

Die EKD-Ausstellung „Zusammen. Frei und gleich“ ist die erste Luftkissen-Ausstellung zum Thema Menschenrechte. Sie wird 2026 bundesweit durch Kirchen, Schulen, Rathäuser und viele weitere öffentliche Orte wandern. Im Mai kommt sie nach Nienburg.

Nienburg/Bremen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eröffnet am 18. April in der Bremer Innenstadtkirche Unser Lieben Frauen ihre neue Ausstellung zu Menschenrechten unter der Überschrift: „Zusammen. Frei und gleich“. Vom 28. Mai bis 24. Juni wird sie in der St. Martinskirche in Nienburg zu sehen sein.

Zum Eröffnungsabend in Bremen werden unter anderem die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava und die deutsch-ukrainische Bildungspolitikerin Marina Weisband erwartet, wie die EKD am Mittwoch in Hannover mitteilte. Die Schau wird nach den Stationen in Bremen und Nienburg weiter durch Deutschland touren.

Die Ausstellung soll laut der Kuratorin Miriam Menzel die Menschenrechte vermitteln, damit Menschen sich selbst und gemeinsam für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einsetzen können. Auf großen Luftkissen-Elementen gehe es um Bildung, Wohnen sowie Religions- und Weltanschauungsfreiheit. „Menschenrechte sind nicht selbstverständlich, sondern eine Errungenschaft, für die wir uns zusammen stark machen müssen“, sagt Menzel. „Wie das gelingen kann, zeigen wir in der Ausstellung mit einem kreativen und hoffnungsvollen Ansatz – und einer besonderen Materialität.“

Die Ausstellung zeichnet sich durch ihre hohe Interaktivität aus. Um Menschenrechte tatsächlich greifbar zu machen, gibt es eine Vielzahl von Stationen, an denen Besucherinnen und Besucher Objekte anfassen, bewegen und rotieren können: So braucht es beispielsweis das Zusammenwirken von vier Menschen, um einen übergroßen Ball aufzupumpen.

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Thematischer Fokus: Glauben, Wohnen, Lernen

Die Ausstellung nimmt vier Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) in den Fokus: Religionsfreiheit (Art. 18), Wohlfahrt mit Fokus auf Wohnen (Art. 25), Recht auf Bildung (Art. 26) und Grundpflichten (Art. 29). Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, diese Rechte kennenzulernen, an Medienstationen inspirierende Geschichten zu erfahren und sich spielerisch sowie durch Material in „Mitmach-Boxen“ zur eigenen Haltung und zu Möglichkeiten des Engagements auszutauschen.

Geschichten und Gesichter

An einer Audio-Station beschreibt Lehrer und Bildungsinfluencer Bob Blume die Fehler und Möglichkeiten unseres Schulsystems, der Sozialaktivist und Autor Dominik Bloh erzählt von seinem früheren Leben ohne Obdach (und was ihm zu der Zeit Hoffnung machte) und Sabine Dreßler, Oberkirchenrätin der EKD, spricht neben einer Pastorin, einem Rabbiner und einem Imam über das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

An einer Video-Station können Besucherinnen und Besucher mit einer Stadtforscherin erkunden, was eine „Stadt für alle“ braucht. Eine angehende Rabbinerin und ein Theologe treffen in einem „Reaction-Video in neuer Form“ auf junge Glaubende. Und gemeinsam mit zwei Künstlerinnen und Interviewpartnern allen Alters hat das Ausstellungsteam eine Collage kreiert, die der Frage nachgeht, ob und wie wir uns durch Bildung entfalten können.

epd/EKD/EMA