Ley als neuer Vorstand der Dachstiftung Diakonie eingeführt

Eine als Mann lesbare Person mittleren Alters in Anzug und Krawatte vor einer weißen Wand.
Bild: Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg

Führungswechsel in der Dachstiftung Diakonie. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Donnerstag Friedrich Ley als neuer Vorstand des Unternehmens mit rund 5.500 Mitarbeitenden eingeführt.

Hannover. Der evangelische Pastor Friedrich Ley ist jetzt auch offiziell neuer Theologischer Vorstand der Dachstiftung Diakonie in Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat den 53-Jährigen am Donnerstag in einem Festgottesdienst im Stephansstift in Hannover in das Leitungsamt des Diakonischen Unternehmens eingeführt, wie ein Sprecher mitteilte.

Der promovierte Theologe tritt die Nachfolge von Hans-Peter Daub (67) an, der nach zwölf Jahren an der Spitze der Stiftung bei der Feier in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ley leitet künftig gemeinsam mit dem Kaufmännischen Vorstand Jens Rannenberg die Stiftung mit rund 5.500 Mitarbeitenden vor allem in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Innovativer Grenzüberschreiter

Meister würdigte den Angaben zufolge bei der Feier mit 350 Gästen Daub als einen innovativen Grenzüberschreiter. „Das Modell der Kollegialität lag dir besonders am Herzen“, sagte der Landesbischof: „Konsequente Demokratisierung nennst du das.“ Daub könne zurückblicken auf eine Zeit, in der die Mitarbeitendenzahl des Unternehmens sich mehr als verdoppelt habe und der Konzern zum „Kollegial geführten Unternehmen“ umgestaltet und umfassend modernisiert worden sei, hieß es.

Friedrich Ley, der zuletzt die Diakonie in der Kirche in Oldenburg leitete, hat seine Stelle bereits im April angetreten. Zuvor war er unter anderem als Oberkirchenrat in der Personalabteilung des Landeskirchenamtes der Landeskirche Hannovers tätig. In einer Dialogpredigt betonte er gemeinsam mit Daub den Stellenwert der Diakonie, die sich durch tatkräftiges Handeln und ein öffentliches sowie politisches Mandat auszeichne. „Jeder Mensch ist es wert, gesehen zu werden“, sagte er: „Ein Mensch, der Hilfe in Anspruch nimmt, bleibt Subjekt. Ein demenziell veränderter Mensch bleibt Individuum.“

epd Niedersachsen-Bremen