Mehr als 30.000 Menschen haben laut den Veranstaltern mitgemacht. Das Mitsingfestival der hannoverschen Landeskirche endete am Pfingstmontag.
Hannover. Beim ersten Mitsingfestival „Wer singt, blüht auf!“ der hannoverschen Landeskirche haben nach Schätzungen der Veranstalter insgesamt mehr als 30.000 Menschen an vielen Orten in Niedersachsen gemeinsam gesungen. Das Festival vom 2. bis 25. Mai umfasste rund 400 Mitsingveranstaltungen an mehr als 250 Orten, wie die Landeskirche in Hannover mitteilte. Das Programm endete am Pfingstmontag mit zehn Abschlussveranstaltungen. Mehr als 8.500 Musizierende waren den Angaben zufolge während des gesamten Festivals beteiligt.
Veranstalter sehen Festival als großen Erfolg
Für die Projektleitung ist das Konzept voll aufgegangen: „Das Mitsingfestival zeigt auf so vielfältige Weise, wie kraftvoll und wertschöpfend gemeinsames Singen ist“, sagt Ulf Pankoke (VISION KIRCHENMUSIK). „Jede und jeder trägt eine persönliche Stimmspur in den Gesamtklang ein und gestaltet damit ein einzigartiges Musikerlebnis.“ Auch für Silke Lindenschmidt (VISION KIRCHENMUSIK) war es das richtige Format zur richtigen Zeit: „Das Festival hat Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten kreativ zusammengebracht. Gerade in diesen aufreibenden Zeiten multipler Krisen ist die Fülle an positiven Gemeinschaftserlebnissen wohltuend und stärkend zugleich.“
Gab es besonders bewegende Rückmeldungen? Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel fällt dieses Zitat ein: „Es hat sich angefühlt, als würden wir uns alle schon lange kennen.“ Dies zeige, was gemeinsames Singen auslösen kann. Auch das Sofasingen, bei dem Menschen in privaten Räumen mit Profimusikern wie Dippel gesungen haben, wirke noch nach: „Beim Sofasingen im Emsland war plötzlich alles da: Menschen saßen zusammen, haben gegessen, erzählt und einfach miteinander gesungen.“ Diese Nähe und Selbstverständlichkeit seien sehr berührend gewesen, berichtet Dippel.
Festivalstimmung in der ganzen Landeskirche
Für ihn war eine besondere Erfahrung, „wie es gelungen ist, eine echte Festivalstimmung durch die ganze Landeskirche zu tragen – über viele Orte hinweg.“ Gesungen wurde dabei nicht nur in Kirchen und Gemeindehäusern, sondern auch in Seniorenheimen, Gärten und Familienparks, mit oder ohne Instrumentalbegleitung. Da drängt sich die Frage auf, ob es das Festival künftig jedes Jahr geben soll. „Jedes Jahr wahrscheinlich nicht“, sagt Benjamin Dippel. „Aber nach diesen Erfahrungen sollten wir unbedingt über eine Wiederholung nachdenken.“
Eine große Auswahl an Veranstaltungs-Fotos ist auf der Website www.wersingtbluehtauf.de zu sehen.