Doch, das ist immer noch etwas Besonderes, wenn jemand genau das tut, was jetzt dran ist. Normal ist das nicht, sodass man später immer wieder davon erzählen kann. Und dabei ist es so einleuchtend.
Eben richtig. Dafür gibt es unzählige Beispiele, auch für das Gegenteil, aber jetzt, eine Woche vor Ostern, gibt es eine besondere: Jesus sitzt mit seinen Freunden zusammen, als eine Frau hereinkommt und kostbares Öl mitbringt. Sie gießt es über seinen Kopf.
Die Freunde um Jesus herum, finden das unmöglich. Man hätte das Öl verkaufen und mit dem Geld Gutes machen können. Jesus selber bewertet das Tun der Frau anders. Sie habe das getan, was jetzt dran ist. Sie hätte ihn gesalbt, bevor er sterben müsse.
Ob das die anderen überzeugt hat, wird nicht erzählt. Aber Jesus ist sich sicher: Über diese Frau wird später erzählt werden. Jesus sagt: Mich habt ihr nicht allezeit. Irgendwie macht das Sinn, weil er zu diesem Zeitpunkt noch leiblich anwesend war. In einem anderen Evangelium erzählt, er habe gesagt, jeden Tag bei uns zu sein bis zum Ende der Welt. Immer wieder gibt es in den Reden von Jesus den Hinweis darauf, dass es irgendwann zu spät sei. Diese Erzählung ist positiver. Weit mehr. Denn es gibt einen Zeitpunkt, in dem das Handeln richtig ist. Sozusagen rechtzeitig. Ob wir das immer erkennen? Bis zum Ende der Welt? Darin leite uns Gott.
Amen.
Mk 14,3 - 9