Rainer Müller Brandes ist am gestrigen Mittwoch, 7. Oktober 2026, vom Aufsichtsrat zum neuen Vorstandssprecher des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. gewählt worden. Gleichzeitig ist der neue Vorstandssprecher auch Mitglied des Kollegiums des Landeskirchenamtes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und wird dort die Abteilung 5 „Diakonie und Kindertagesstätten“ leiten.
Der 58-jährige Theologe folgt damit auf Hans-Joachim Lenke, der Ende des Jahres in den Ruhestand gehen wird. Rainer Müller-Brandes bildet ab dem 15. März 2027 zusammen mit Marion Timm den Vorstand des größten Wohlfahrtsverbands in Niedersachsen.
Ralf Meister, Landesbischof der Landeskirche Hannovers: „Mit Rainer Müller-Brandes gewinnen wir einen erfahrenen Netzwerker und besonnenen Theologen, der als Diakonie-Pastor in Hannover mit eigenen Augen erfahren konnte, welche Bedeutung diakonische Kirche für Menschen in ganz verschiedenen Lebenssituationen hat. Als Stadtsuperintendent schärfte er seine Kompetenzen für die strukturellen Herausforderungen, vor denen Kirche und kirchlich getragene Einrichtungen stehen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“
Thomas Hofer, Aufsichtsratsvorsitzender der Diakonie in Niedersachsen: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Rainer Müller-Brandes eine exzellente Nachfolge für Hans-Joachim Lenke finden konnten. Müller-Brandes ist ein ausgewiesener Diakonie-Experte, der sich in den sozialpolitischen Themen bestens auskennt. In einer Zeit, in der der Sozialstaat zunehmend unter Druck gerät, ist Rainer Müller-Brandes ein echter Gewinn für die Anliegen der Mitglieder der Diakonie in Niedersachsen wie auch für die Menschen, die Hilfe und Unterstützung in unseren über 3.000 Einrichtungen suchen.“
Rainer Müller-Brandes: „Auf meine neue Aufgabe freue ich mich sehr. Ich trete mein Amt als Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen mit zwei klaren Anliegen an. Erstens: Wir brauchen eine verlässliche Refinanzierung der Arbeit von 89.000 Menschen in der Diakonie, die für ein gutes Zusammenleben in unserem Bundesland unverzichtbar sind. Zweitens: Ich wünsche mir, dass Kirche und Diakonie noch enger zusammenarbeiten. Die großen gesellschaftlichen Aufgaben – von der Pflege über die Einsamkeit bis hin zur Sprachkompetenz von Kindern – können wir nur beantworten, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit den Mitgliedern weiterhin einen Unterschied für Menschen mit Unterstützungsbedarf machen. Dafür werde ich mich einsetzen.“
Biografische Eckdaten
Rainer Müller-Brandes studierte Theologie, u.a. an der Kirchlichen Hochschule Bethel, der Philipps-Universität Marburg und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wurde 1997 in Steyerberg bei Nienburg an der Weser zum Pastor ordiniert. Danach folgten berufliche Stationen als Referent im Diakoniedezernat des Landeskirchenamtes Hannover sowie als Gemeindepastor der St.-Pankratius-Kirchengemeinde in Burgdorf. Parallel dazu arbeitete er von 2008 bis 2012 als Diakoniepastor im Diakonieverband Hannover-Land und übernahm für diesen auch den Vorstandsvorsitz. Von 2012 bis September 2020 war er Diakoniepastor und Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hannover und der Diakoniesozialstationen Hannover. Daran anschließend übernahm er im Oktober 2020 die Stelle als Stadtsuperintendent von Hannover. Rainer Müller-Brandes ist verheiratet und hat drei Kinder.
Für Rückfragen steht Ihnen Konstanze Schneider, stellv. Leitung Kommunikation und Diakoniepolitik zur Verfügung.
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Über die Diakonie in Niedersachsen:
Die Diakonie in Niedersachsen ist landesweit der größte Wohlfahrtsverband. Sie ist Mitgliederverband, politischer Spitzenverband sowie Werk der Kirche. Die rund 600 Mitglieder beschäftigen in ihren mehr als 3.000 Einrichtungen über 89.000 hauptberufliche Mitarbeiter*innen, die von zahlreichen engagierten Ehrenamtlichen unterstützt werden. Die Mitglieder übernehmen mit ihrer Arbeit soziale Verantwortung in verschiedenen Bereichen, darunter Pflege und Gesundheit, Inklusion, Beratung und Gemeinwesenarbeit sowie Kindertagesstätten und Freiwilligendienste. Der Verband bietet für die diakonischen Einrichtungen einen umfassenden Service, einschließlich organisatorischer, inhaltlich-konzeptioneller, juristischer und wirtschaftlicher Beratung. Durch diese Arbeit fördert die Diakonie die Fachkompetenz diakonischer Arbeit und sichern die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Mitglieder. Als politischer Spitzenverband setzt die Diakonie in Niedersachsen sozialpolitische Impulse und engagiert sich für ein gelingendes, vielfältiges sowie demokratisches Zusammenleben in Niedersachsen. In der Rolle als Werk der Kirche trägt sie den Gedanken der christlichen Nächstenliebe in die Öffentlichkeit und machen in enger Kooperation mit den Landeskirchen die christlichen Werte sichtbar und lebendig.
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Hannover, 08. Oktober 2026
Rebekka Neander
Pressesprecherin (komm.)
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