Landeskirche Hannovers unterstützt Holocaust-Mahnmal für Sinti und Roma

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers unterstützt die Errichtung eines Mahnmals in Hannover zum Gedenken an die Sinti und Roma, die dem Völkermord durch die NS-Diktatur zum Opfer fielen. Neben einer eigenen Zuwendung von 10.000 Euro wird die Landeskirche ihre Mitglieder bitten, sich mit Spenden direkt an den „Förderverein Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal Hannover e.V.“ am Zustandekommen des Gedenkortes zu beteiligen.

Im September 2024 sind zahlreiche Vereine, Verbände, Parteien und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dem Aufruf des Fördervereins zur Errichtung eines Mahnmals gefolgt. Einer der 53 Erstunterzeichner war Landesbischof Ralf Meister. Mit dem künftigen Mahnmal soll ein zentraler Erinnerungsort am Opernplatz und Rathenauplatz in Hannover geschaffen werden. Der vorgesehene Standort wurde einvernehmlich mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden ausgewählt. Das Mahnmal soll in Sichtachse zum jüdischen Holocaust-Mahnmal des Italieners Michelangelo Pistoletto auf dem Opernplatz entstehen.

Landesbischof Ralf Meister sagt: „Es ist gut, dass jetzt in Hannover ein einzigartiger Gedenkort im Herzen der Stadt geschaffen wird. Bis in die 1980er-Jahre mussten die deutschen Sinti und Roma um Entschädigung und Anerkennung des Völkermordes kämpfen. Für viele Sinti aus Hannover und Niedersachsen verliert sich ihre Spur in der Hölle von Auschwitz, wo in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 im sogenannten Zigeunerlager rund 4.200 Frauen, Kinder und alte Menschen ermordet wurden. Dieser Gedenkort wird als Erinnerungszeichen die bleibende Mahnung sein: Nie wieder darf so etwas geschehen.“

Mittlerweile gab es einen Gestaltungswettbewerb für das Mahnmal, an dem sich fünf international renommierte Künstlerinnen und Künstler beteiligt haben. Am 5. November präsentiert ein ebenfalls international besetztes Preisgericht den siegreichen Entwurf. Wie beim Mahnmal für die jüdischen Holocaust-Opfer haben sich der Förderverein und die Unterstützer das Ziel gesetzt, das Holocaust-Mahnmal für die Sinti und Roma über Spenden und Fördermittel zu finanzieren.

Mehr Informationen: www.sinti-mahnmal.de
Spendenkonto: Hannoversche Volksbank, DE50 2519 0001 0430 7011 01


Hannover, 26. Oktober 2026

Lothar Veit
Pressereferent Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
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