Explosion zerstört evangelische Kita in Wolfsburg

Ein Gebäude in Trümmern
Bild: Stadt Wolfsburg

Nach einer Explosion in einer evangelischen Kindertagesstätte in Wolfsburg ist etwa ein Drittel des Gebäudes eingestürzt. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt. Vermutet wird eine Gasexplosion infolge eines technischen Defekts.

Wolfsburg. Durch eine Explosion ist am Sonntag die Kindertagesstätte der evangelischen Martin-Luther-Kindertagesstätte in Wolfsburg zerstört worden. Obwohl vermutlich niemand verletzt wurde, suchte das Technischen Hilfswerk bis zum Abend mit Spürhunden und technischen Mitteln vorsichtshalber nach Personen in den Trümmern, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte. Die Explosionsursache stehe noch nicht fest. Laut den Ermittlern könnte es sich um einen technischen Defekt, aber auch um Fremdverschulden handeln.

Anwohner hatten gegen 9 Uhr einen lauten Knall gehört und die Feuerwehr gerufen. Der Polizei zufolge, die das Gebäude auch mit Drohnen untersuchte, ist etwa ein Drittel des Gebäudes eingestürzt. Weitere Bereiche seien einsturzgefährdet. Durch den Explosionsdruck gingen auch Fenster umliegender Gebäude zu Bruch. Der Sprecher der Stadt Wolfsburg sagte NDR Niedersachsen, dass ein Teil des Gebäudes „nicht mehr existent“ sei und „in Schutt und Asche“ liege. Er halte eine Gasexplosion für denkbar.

Bestürzt und zutiefst erschrocken

Der Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen, Christian Berndt, sagte, er sei „bestürzt und zutiefst erschrocken“. Es sei nicht auszudenken, was hätte geschehen können, wäre das Unglück an einem Wochentag während des regulären Betriebes passiert.

Laut der pädagogischen Leiterin der evangelischen Kitas in Wolfsburg, Stefanie Heidemann-Müller, ist bis auf Weiteres ein regulärer Betrieb in der Einrichtung nicht möglich. Für die rund 100 Mädchen und Jungen in den fünf Gruppen der Kita werde in der kommenden Woche zunächst keine Betreuung angeboten. Die Kinder sollen vorübergehend auf andere evangelische Einrichtungen aufgeteilt werden. Die Eltern seien bereits über eine Kita-App informiert worden.

„Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, damit die Kinder schnellstmöglich wieder einen normalen Alltag erleben und vorzugsweise mit den ihnen vertrauten Bezugspersonen gut betreut sind“, sagte Superintendent Berndt. Sollten die hauseigenen Kapazitäten nicht reichen, werde man gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg nach Lösungen suchen. „Der Stadt Wolfsburg danken wir ausdrücklich, dass sie bereits unmittelbar ihre Hilfe angeboten hat.“

Von der Explosion sind Heidemann-Müller zufolge auch weitere Kitas betroffen. Die Küche der Martin-Luther-Kita habe bislang täglich 500 frische Mahlzeiten für mehrere Einrichtungen gekocht. Diese Arbeit sollen zunächst nun zwei andere Küchen übernehmen.

epd Niedersachsen-Bremen / EMA