Gospel, Kunst und Harfenklang: Kirchen öffnen zur Langen Nacht

Banner mit Lichtinstallation und der Aufschrift Lichterleben

Am Freitag können die Menschen aus Hannover und Umgebung wieder von Kirche zu Kirche flanieren. Bei der zwölften Langen Nacht erwartet sie ein buntes Kulturprogramm mit Lichtkunst, Theater und viel Musik.

Hannover. Unter dem Motto „Lichterleben“ laden Hannovers Kirchengemeinden am Freitag, 18. September, zur zwölften „Langen Nacht der Kirchen“ ein. Von 18 Uhr an stehen den Besuchern nach Angaben der Initiatoren 60 Kirchen, Kapellen oder Gemeindezentren in und um Hannover offen. „Die Lange Nacht der Kirchen öffnet Räume, in denen das Leben pulsiert“, sagte der evangelische Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes: „Unsere Stadt zeigt sich in dieser Nacht von einer ungewohnten Seite, voller Geborgenheit.“

Geplant sind 260 Einzelveranstaltungen mit fast 300 Stunden Programm. Das Spektrum reicht von Gospel bis Gregorianik und von Kabarett bis zu Meditationen. Geplant sind Konzerte, Vorträge und eine „Vesperkirche“. Als herausragendes Ereignis ist eine Lichtinszenierung in der Ruine der kriegszerstörten Aegidienkirche angekündigt. „Die Lange Nacht lebt vom Flanieren und Entdecken“, erläuterte Organisatorin Insa Becker-Wook: „Kommen und Gehen ist erwünscht.“

Von Gospel bis zu Abba-Songs

Einen Schwerpunkt bildet erneut die Musik: So gastieren der Jazz-Organist Lutz Krajenski und der Sänger Ken Norris in der Gospelkirche im Stadtteil Linden. In der Evangelisch-reformierten Kirche am Waterlooplatz sind Abba-Songs zu erleben. Und in der Ricklinger Michaeliskirche gibt es einen keltischen Abend mit dem Harfenspieler Andy Lang.

Auch gesellschaftliche Fragen werden aufgegriffen. So geht es in der Markuskirche um Wohnungslosigkeit und in der Gethsemane-Kirche um die Schöpfung. Das Bonhoeffer-Gemeindezentrum auf dem Mühlenberg lädt zur Begegnung mit spanischsprachigen, koreanischen und ghanaischen Christen ein.

Ein ukrainisches Jugendtheater

An der Langen Nacht beteiligen sich 35 evangelische und neun katholische Kirchen, sieben Freikirchen, zwei orthodoxe Kirchen und sieben Einrichtungen wie das „Haus der Religionen“. Zum dritten Mal macht auch die ukrainische griechisch-katholische Gemeinde St. Wolodymyr mit. Dort gibt es diesmal ein ukrainisches Jugendtheater.

epd Niedersachsen-Bremen