Landeskirche trauert um den Synodalen Hendrik Wolf-Doettinchem

Eine männlich gelesene Person mit kurzen weißen Haaren, dunkler Brillenfassung und grauem Vollbart. Das Bild ist in schwarzweiß.
Bild: Jens Schulze

Meine Zeit steht in deinen Händen. Psalm 31,16

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers trauert um Hendrik Wolf-Doettinchem, der am 3. August 2026 im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

Mit Hendrik Wolf-Doettinchem verliert die Landeskirche einen engagierten Synodalen, klugen Berater und überzeugten Mitgestalter kirchlicher Entwicklung. Seit 2010 gehörte der Diplom-Betriebswirt in mehreren Amtszeiten der Landessynode an und brachte sich dort in unterschiedlichen Funktionen ein. Darüber hinaus engagierte er sich im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen und war dort Mitglied des Kirchenkreisvorstands.

Mit seiner Sachkenntnis begleitete er über viele Jahre zentrale Themen der kirchlichen Entwicklung – von Fragen des Kirchenrechts und der Verfassung bis zur strategischen Ausrichtung der Landeskirche. Er wirkte im Rechtsausschuss, im Ausschuss für Schwerpunkte und Planung kirchlicher Arbeit sowie in verschiedenen Gremien zu Verfassungsfragen und zuletzt im Ausschuss für Medien, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation mit.

Die 27. Landessynode wählte ihn in den Landessynodalausschuss und übertrug ihm damit eine besondere Verantwortung in der Leitung der Synodenarbeit.

Sein Engagement war getragen von dem Wunsch, Kirche zukunftsfähig zu gestalten. Dazu sagte er selbst: „Ich möchte Veränderung mitgestalten, damit vieles einfacher wird und wir die Energie stattdessen ins Gemeindeleben stecken.“

Der Vorsitzende des Landessynodalausschusses, Ruben Grüssing, erinnert an den Verstorbenen: „Hendrik Wolf-Doettinchem hat die Arbeit des Landessynodalausschusses mit großem Engagement, klarem Urteil und seiner wertvollen Erfahrung aus der Wirtschaft bereichert. Ich habe seine klare und verlässliche Art sehr geschätzt und werde ihn als einen Menschen in Erinnerung behalten, der mit seinen fundierten Hinweisen stets nach Lösungen suchte, die nicht nur auf dem Papier überzeugten, sondern in der Praxis wirklich funktionierten.“

„Ich bin sehr dankbar, Hendrik Wolf-Doettinchem kennengelernt zu haben“, sagt die Präsidentin der Landessynode, Wencke Breyer. „Er hatte stets die gesamte Kirche im Blick und hat als Mitglied der Landessynode seine wichtige Verknüpfungs- und Vermittlungsfunktion zum Kirchenkreis sehr ernst genommen. Mit seiner direkten und offenen Art hat er wichtige Impulse in unsere Gespräche und Beratungen eingebracht. Besonders geschätzt habe ich seine Fähigkeit, kirchliche Prozesse kritisch zu hinterfragen und dabei immer konstruktiv zu bleiben. Seine Klarheit, seine Erfahrung und seine Authentizität werden mir fehlen, im persönlichen Austausch ebenso wie in den Diskussionen der Landessynode.“

Landesbischof Ralf Meister würdigt den Verstorbenen mit Dankbarkeit: „Hendrik Wolf-Doettinchem war ein Mensch mit klarem Urteil. Er hat seine Überzeugungen offen vertreten, unbequeme Fragen nicht gescheut und dabei stets das Wohl der Kirche im Blick behalten. Diese Klarheit habe ich an ihm sehr geschätzt.“ 

Regionalbischöfin Marianne Gorka sagt: „Mit seinem Tod verlieren wir einen profilierten Synodalen und einen verlässlichen Weggefährten. Wir vertrauen darauf, dass sein Leben in Gottes Hand geborgen ist. Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie und allen, die um ihn trauern.“

EMA