Medienpreis der Depressionshilfe würdigt Kirchenfunk-Beitrag

Das Logo der Basiskirche, daneben sitzt eine Frau auf einer Wiese, daneben steht: Wege aus der Krise.
Bild: Basiskirche/ekn

Mit einem Medienpreis macht die Stiftung Depressionshilfe auf eine noch immer tabuisierte Volkskrankheit aufmerksam. Ein Beitrag des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen (ekn) überzeugte die Jury in diesem Jahr besonders.

Hannover, Leipzig. Ein Beitrag des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen (ekn) hat am Wochenende in Frankfurt am Main den ersten Preis beim Deutschen Medienpreis Depressionshilfe gewonnen. Mit der von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention zweijährlich verliehenen Auszeichnung wurde ein Beitrag zur Suizidprävention der ekn-Redakteurin Lea Thomas ausgezeichnet, wie die Stiftung mit Sitz in Leipzig am Montag mitteilte. Der Beitrag, der unter anderem vom Fernsehsender Sat.1 ausgestrahlt wurde, überzeuge „durch Sensibilität bei gleichzeitiger Tiefe“, begründete die Jury unter Vorsitz des Fernsehmoderators Harald Schmidt ihr Votum.

Der ekn-Beitrag „Suizide verhindern: Wie Katharina es aus der Krise schaffte“ erzählt feinfühlig die Geschichte einer jungen Frau, die mit einer Depression und mit Suizidgedanken zu kämpfen hatte. Die Protagonistin berichte „offen und beeindruckend“, wie sie sich in der akuten Krise gefühlt hat und wie der Weg heraus bei ihr aussah. „Die Reportage verzichtet auf unnötige, möglicherweise triggernde Formulierungen und fokussiert stattdessen auf Hilfsangebote und den Weg aus der Krise heraus“, hieß es.

Große journalistische Bandbreite

Den zweiten Platz belegte der Programmschwerpunkt „Psychisch stark - Wege aus der Depression“ der Fernsehsender ZDF, 3sat und ARTE. Der Schwerpunkt umfasse ein breit gefächertes Angebot aus persönlichen Erfahrungsberichten, historischen Einordnungen und Einblicken in die Forschung und führe all diese Facetten zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, hieß es.

Mit dem dritten Preis gewürdigt wurde der in den „Westfälischen Nachrichten“ erschienene Beitrag „Mit dem Kind kam die Krise“ von Gunnar Pier. Er überzeuge „durch seine ruhige, präzise und lebensnahe Erzählweise“ und rücke mit der postpartalen Depression – auch bekannt als „Wochenbettdepression“ – ein Thema in den Fokus, das noch immer viel zu selten sichtbar sei. Hervorzuheben seien Piers Sorgfalt und die leichte Zugänglichkeit seines Beitrags.

5.000 Euro Preisgeld

In diesem Jahr wurde der Deutsche Medienpreis Depressionshilfe zum siebten Mal verliehen. Die Auszeichnung ist den Angaben zufolge mit insgesamt 5.000 Euro dotiert und wird über alle Mediengattungen hinweg verliehen.

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen