Können Religionen einen Beitrag zur Demokratiebildung leisten? Wo geraten religiöse Anschauungen mit der Demokratie in Konflikt? Darüber diskutieren Professorinnen und Professoren beim nächsten Bursfelder Gespräch.
Bursfelde/Kr. Göttingen. Das Geistliche Zentrum Kloster Bursfelde lädt ein zu einer Podiumsdebatte am 3. Juni um 18 Uhr zum Thema „Religion und Demokratiebildung“. Am Gespräch beteiligen sich der Abt des Klosters, der Göttinger Reformationshistoriker Thomas Kaufmann, und der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster, Mouhanad Khorchide, wie das Zentrum mitteilte. Zu Gast sind außerdem die evangelische Praktische Theologin Antje Roggenkamp aus Münster sowie der Religionswissenschaftler Julian Strube von der Universität Göttingen.
Im Zentrum der Diskussion steht laut Ankündigung die Frage, ob und inwiefern die Religionen einen genuinen Beitrag zur Demokratiebildung zu leisten imstande sind. Nicht selten bedienten sich demokratiefeindliche Tendenzen bestimmter Elemente religiöser Traditionen. Auch im Religionsunterricht an Schulen prallten religiöse und politische Positionen aufeinander, die die bewusste Einübung in Demokratie erforderlich machten.
Kirche und Universität im Dialog
In einer ersten Runde diskutiert das Podium, danach wird das Gespräch für das Publikum geöffnet. Die Bursfelder Gespräche haben zum Ziel, den Dialog zwischen Kirche und Universität zu intensivieren. Um 18 Uhr findet zunächst das Abendgebet des Klosters statt. Die Veranstaltung endet um 21 Uhr.
Das Kloster Bursfelde an der Weser wurde 1093 als Benediktiner-Abtei gegründet. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde es evangelisch. Die Klosterkammer Hannover ließ das Gebäude in den 1970er Jahren aufwendig sanieren. 1978 wurde das Kloster zum Tagungshaus, seit 2007 ist es in Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.