Klingender Mai: Erstes Mitsingfestival in Niedersachsen gestartet

Viele Menschen singen gemeinsam mit einem Posaunenchor in einer Kirche.
Bild: Lothar Veit

Premiere für Niedersachsen: Unter dem Motto „Wer singt, blüht auf“ lädt die hannoversche Landeskirche bis Pfingsten erstmals in diesem Umfang zu einem Mitsingfestival ein – von der Küste bis zum Weserbergland, von der Elbe bis zur Ems.

Hannover. Singen macht glücklich, gesund und schlau: Was Studien vielfach bewiesen haben, greift die hannoversche Landeskirche in weiten Teilen Niedersachsens erstmals mit einem Mitsingfestival auf, das am Samstagabend an 18 Orten gleichzeitig gestartet wurde. Unter dem Motto „Wer singt, blüht auf“ sind nach Angaben der Organisierenden bei freiem Eintritt bis zum 25. Mai mehr als 360 Veranstaltungen an rund 200 Orten in Niedersachsen geplant.

„Musik ist von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft“, sagte Landesbischof Ralf Meister zu der Initiative, an der sich rund 8.000 Musikerinnen und Musiker beteiligen. Musik stifte Sinn und Gemeinschaft. Die Veranstalter rechnen damit, dass während des Festivals insgesamt 30.000 Stimmen erklingen.

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Das Programm (www.wersingtbluehtauf.de) reicht vom „Hordenträllern“ mit bekannten Popsongs, Liedern und Chorälen über musikalische Lagerfeuerabende bis zum Singen in luftiger Höhe vom Kirchturm, unter alten Obstbäumen und auf Fahrradtouren. Es gibt Schnupper-Chorproben, Mitsingkonzerte, Wunschliedersingen, Workshops und singende Flashmobs. Ganz neu ist das „Sofasingen“: Dafür haben die Veranstalter private Singstunden mit Gesangsprofis verlost, die dann für eine Stunde in die Wohnung der Gewinnerin oder des Gewinners kommen, etwa zur Geburtstagsüberraschung.

Gesungen wird nicht nur in Kirchen und Gemeindehäusern, sondern auch in zahlreichen Seniorenheimen, in Biergärten, Familienparks und an anderen Open-Air-Orten. Begleitet werden die Singenden von Chören, Posaunenchören, Instrumentalensembles und Bands oder auch Solomusizierenden an Orgel, Klavier und Gitarre. „Musik spricht Menschen dort an, wo Worte allein an ihre Grenzen stoßen“, bekräftigte Landesbischof Ralf Meister.

Vorkenntnisse nicht nötig

Zum Abschluss am Pfingstmontag sind unter anderem ein Mitsing-Abend in der Gospelkirche in Hannover und ein Schlagergottesdienst zum Mitsingen in der Kirche von Satemin geplant, im größten Rundlingsdorf im Wendland. Das Festival mache die ganze Vielfalt der Kirchenmusik erlebbar, von klassischer Kirchenmusik über Pop bis hin zu Gospel, warb Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel für das Mitmachen. Singbegeisterte und Neugierige ohne musikalische Vorkenntnisse seien genauso willkommen wie erfahrene Chorsänger.

epd Niedersachsen-Bremen