Das westafrikanische Nigeria ist ein Land der Extreme: Großer Reichtum an natürlichen Ressourcen, vor allem Erdöl. Größte Volkswirtschaft Afrikas. Und zugleich große Armut in weiten Teilen des Landes. Große Vielfalt an christlichen Kirchen und Gläubigen. Und zugleich Entführungen von katholischen Schulkindern und schwere Konflikte zwischen dem muslimisch geprägten Norden und dem christlich geprägten Süden.
Menschen in mehr als 150 Ländern werden am 6. März 2026 dieses zerrissene Land in den Blick nehmen – am Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria. „Kommt! „Bringt eure Last.“ lautet das Motto, angelehnt an Matthäus 11,28-30.
In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern, vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Soziale, ethnische und religiöse Spannungen, Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen.
Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen christliche Frauen aus Nigeria an diesem Tag – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten.
Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Allein in Deutschland werden hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen – und gemeinsam mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt diesen besonderen Tag feiern. Er ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung.