Alea Hoge in Bad Essen zur Diakonin eingesegnet

Viele Menschen stehen vor einer Kirche.
Bild: Stephan Egbert

Bad Essen. Am 8. November segnete Regionalbischof Friedrich Selter Alea Hoge in der St. Nikolai Kirche in Bad Essen zur Diakonin ein. Die 25-jährige Diakonin und Sozialarbeiterin ist seit dem 1. September 2025 im Solidarraum Wittlage - Ost (Bad Essen mit St.Nikolai, Barkhausen-Rabber, Lintorf) im Kirchenkreis Bramsche tätig.

Alea Hoge wuchs in Osnabrück auf und studierte in Hannover Religionspädagogik und Soziale Arbeit. Der Berufswunsch Diakonin zeichnete sich – wie sie rückblickend sagt – schon früh ab. Nach der Konfirmation engagierte sie sich in der Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Heimatgemeinde in Sutthausen-Holzhausen. „Ich fand es damals schon gut, Jugendliche auf ihrem Glaubens- und Lebensweg begleiten zu können und habe dabei erlebt, dass wir in der Kirche Räume hatten, in die man kommen konnte, so, wie man war.“

Regionalbischof Friedrich Selter ging in der Predigt auf den Bibelvers zu ihrer Einsegnung aus dem Johannesevangelium ein (Joh 16, 33) „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ „Gott beruft und begleitet nicht durch Geisterhand, sondern durch die Hand, das Herz und den Verstand von Menschen. Das können wir auch in Ihrem Leben erkennen. Denn den Beruf der Diakonin haben Sie sich nicht allein ausgesucht, sondern sie haben das deutliche Empfinden, zu dieser Aufgabe berufen zu sein. Und das bekennen und bekräftigen wir heute miteinander. Ihre Einsegnung ist ein besonderer Moment in Ihrer Berufsbiografie. Studium und Anerkennungsjahr finden hier Abschluss, Anerkennung und Sendung in den Beruf der Diakonin. Aber es handelt sich nicht allein um ein berufsbiografisch wichtiges Ereignis, sondern Ihre Einsegnung bedeutet Ihnen auch für Ihr ganzes Leben sehr viel. Der Glaube, dass wir bei Gott unbedingt geborgen sind, die Gewissheit, dass wir der Liebe Gottes nicht verloren gehen, ist eine große Kraft der Hoffnung. Darauf zu vertrauen, dass Gottes Liebe über unsere Welt hinausweist und jedenfalls größer und stärker ist als alle Gefährdung, ist die Quelle von Lebensmut in unserer Zeit“, betonte der Regionalbischof.

An ihrem Studium mochte Alea Hoge von Beginn an den Praxisbezug und den Blick über den Tellerrand. Viel gelernt habe sie durch die Projektarbeit vor Ort und durch ihr FSJ an einer Förderschule. Aus der Vielfalt an Themen hat sich Alea Hoge Generationenübergreifende Arbeit und Inklusion herausgegriffen. Beide will sie zu ihrem Schwerpunkt machen. „In einer Kirchengemeinde lebt man mit vielen Generationen und ich bin sicher, man kann voneinander lernen. Ich möchte Begegnungen ermöglichen.“

Eine innere Kraftquelle ist ihr – neben Familie und Freunden - die eigene Erfahrung aus der Jugendarbeit. „Ich habe dort Gemeinschaft und Offenheit erlebt“. Ihre Arbeit versteht sie vor allem als Beziehungs- und Netzwerkarbeit. Sie will Menschen auf ihrem Lebensweg oder in der jeweiligen Lebenssituation begleiten und freut sich zugleich auf neue Projekte und Aktionen, die sie gemeinsam mit Jugendlichen und anderen Ehrenamtlichen entwickeln und aufbauen möchte. „Ich bin Rückenstärkerin.“ Alea Hoge arbeitet gern im Team mit den Pastor*innen der Kirchengemeinden einerseits und mit Diakon*innen im Kirchenkreisjugenddienst (KKJD) andererseits. „Für den Anfang ist das eine große Erleichterung, denn es gibt einen guten Austausch.“ Netzwerken sieht sie als große Chance, auch, um Kirche sichtbarer und nahbarer zu machen. „Deshalb ist es mir so wichtig, mich im Sozialraum zu vernetzen“. Sie war schon bei ihrer Kollegin aus der katholischen Gemeinde und hat sich den Sozialarbeitern des örtlichen Jugendtreffs vorgestellt.

Brigitte Neuhaus