Rosa Rosen, pinke Fähnchen und weiße Segenssteine

Das Religionspädagogische Institut Loccum verleiht 27 Religionslehrkräften ihre Vokationsurkunden.
Ein Foto mit einer Gruppe von Menschen. Im Hintergrund ist eine Kirche und ein Baum zu sehen. Die Menschen stehen auf einer Wiese.  Sie halten weiße Urkunden in der Hand und schwenken rosa Fähnchen. Links außen steht eine Frau im Talar. Alle gucken in die Kamera.

Loccum. „Was für eine Freude, dieses Fach unterrichten zu dürfen“, strahlt Berufsschullehrer Torsten Haß von der BBS Cuxhaven, als er seine Vokationsurkunde in den Händen hält. „Und welch schöne Geste, dass wir von der Kirche in unserem Fach derart bestätigt und gestärkt werden“, fährt er fort.

Gemeinsam mit 26 weiteren Religionslehrkräften an Berufsbildenden Schulen steht er vor der Loccumer Klosterkirche und feiert seine Vokation. Nach der Tagung am Religionspädagogischen Institut der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers unter der Leitung der Dozentinnen Kerstin Hochartz und Bianca Reineke wurde den Lehrerinnen und Lehrern mit dem Fach Evangelische Religion die kirchliche Unterrichtsbestätigung, die Vokation, verliehen.

„Was wir hier erlebt haben, war das ,Rundum sorglos Paket‘. Wir haben erfahren, wir sind wertgeschätzt und gesehen in unserer Arbeit“, freut sich Teilnehmerin Hannah Timme, die an der BBS Lüneburg Religion unterrichtet. „Alles war professionell aufgezogen, wir haben aktuelle Themen behandelt, die in der Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler verortet sind. Ich bin froh, dass ich dieses Fach meinen Klassen näherbringen kann.“

„Es hatte die Atmosphäre eines Klassentreffens“, ergänzt Ayline Corleis von der BBS Bremervörde. „Ich habe aus jedem Abschnitt meiner beruflichen Ausbildung hier Menschen getroffen und konnte in den Arbeitsphasen und den Workshops viel für meine Berufspraxis mitnehmen.“

Die angebotenen Workshops drehten sich u.a. um Pop- und Rap-Musik im Religionsunterricht, es wurde aktiv Musik gemacht und Bewegungsideen mit Schülerinnen und Schülern wurden in der Praxis erprobt. Auch die wichtige Schulseelsorge stand auf dem Programm.

In einem feierlichen und lebendigen Gottesdienst in der Kapelle, den einige der Religionslehrkräfte kreativ mitgestalteten, wurden die 27 Lehrkräfte von Oberkirchenrätin Dr. Michaela Veit-Engelmann für ihren Dienst eingesegnet. Unter dem Genesis-Wort „Ich will Dich segnen und Du sollst ein Segen sein“ bestärkte Frau Veit-Engelmann die jungen Menschen in ihrer Arbeit. Segensreich zu wirken, Werte zu vermitteln auf dem Weg ins Berufsleben und in den Phasen der Zukunftssuche, sei gerade in diesen unruhigen Zeiten eine der wichtigsten Aufgaben an den Berufsbildenden Schulen, so die Predigerin. Sie betonte, wie wunderbar es sei, sich in seiner Arbeit getragen zu wissen von der Zuversicht des Gesegnet-Seins. Als Erinnerung und Stärkung überreichte sie den Lehrkräften einen liebevoll gestalteten „Segensstein“ auf dem das Bibelwort, das Gott an Abraham gerichtet hat, geschrieben steht.

Gestärkt mit einem segensreichen Stein, einer langstieligen Rose und natürlich mit dem pinken Fähnchen als Symbol für Segen und Lebensfreude kehrten die Lehrkräfte in ihre Berufsschulen zurück.

Bianca Reineke, Öffentlichkeitsarbeit des RPI