Tim-Fabian Albrecht zum Pastor in Horst ordiniert

Am Sonntag, dem 4. Februar, wurde Tim-Fabian Albrecht von Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr zum Pastor ordiniert.
Ein Mann in Talar steht in einer hellen Kirche vor dem Altar mit rotem Parament. Er hält ein Buch in den Händen.
In einer hellen Kirche vor einem Altar mit roten Parament steht eine Pfarrerin, sie legt dem davor knienden Pfarrer die Hände segnend auf den Kopf. Links steht eine weitere Pfarrerin neben dem Altar.
Bild: Meret Köhne
Pastor Tim-Fabian empfängt seinen persönlichen Segen von seiner Ehefrau Caroline Albrecht.

Garbsen. Tim-Fabian Albrecht ist zukünftig für die Kirchengemeinde Frielingen – Horst – Meyenfeld im Norden von Garbsen zuständig. Zusammen mit seiner Frau Caroline, die ebenfalls in der Ausbildung zur Pastorin ist, wohnt der 31-Jährige nun im Pfarrhaus neben der Horster Kirche.

„In meiner Ausbildungszeit habe ich das Dorfleben kennen und lieben gelernt“, erzählt Albrecht. Geboren und aufgewachsen ist Tim-Fabian Albrecht im städtischen Braunschweig, wo er im Grundschulalter der Braunschweiger Domsingschule beitritt und durch die Chorauftritte im Rahmen von Gottesdiensten nicht nur die Freude an Musik, sondern auch an den geistlich-religiösen Texten für sich entdeckt. Der Kontakt zur Kirche intensivierte sich, als er den damaligen Dompfarrer Christian Kohn in der Konfirmandenarbeit unterstützte, wo er seine Leidenschaft fürs Unterrichten entdeckte. Zunächst plante Albrecht daher, Lehrer zu werden. Nach einem Jahr Lehramtsstudium für die Fächer Religion und Deutsch in Hannover entschied er sich schließlich doch für sein Lieblingsfach, die Theologie, und setzte sein Studium in Göttingen und Halle fort. Zur zweiten Ausbildungsphase, dem Vikariat, ging es für den Theologen aufs Land nach Südniedersachen in den Gemeindeverband Friedland/Obernjesa, in dem er insgesamt 20 Dörfer mit 20 Kirchen zu betreuen hatte. „Aufgrund dieser besonderen Struktur habe ich bis zum letzten Tag meines Vikariats immer wieder Gottesdienste in Kirchen gefeiert, in denen ich noch nie zuvor war“, erklärt Albrecht.

Dementsprechend habe er gelernt, sich auf die Gegebenheiten vor Ort einzulassen und auf diese Weise viele verschiedene Gottesdienstformate kennengelernt, die er nun auch in Horst ausprobieren möchte. Außerdem liegen ihm die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch die seelsorgerlichen Besuche bei den Menschen besonders am Herzen. „Ich freue ich mich auf die neuen Begegnungen, wie ich sie letzten Freitag schon beim Mittagstisch erlebt habe. Es ist toll, zu sehen, wie viel Leben in dieser Gemeinde steckt.“

In dem Gottesdienst am Sonntag ordinierte Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr Tim-Fabian Albrecht zum Pastor. In ihrer Predigt ging sie auf das von Albrecht gewählte Ordinationswort aus dem Alten Testament ein: „Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ (Jos 1,9)

Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr betonte, was es für eine Herausforderung sei, in diesen Zeiten den Pfarrberuf zu ergreifen. Besonders angesichts der bestürzenden Erkenntnisse aus der ForuM Studie zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie seien die Wörter „Grauen“ und „Entsetzen“ der Luther Übersetzung keinesfalls übertrieben. Darum erinnerte sie Pastor Tim-Fabian Albrecht daran, dass er im Gegensatz zu Josua in der Bibel nicht allein ist, sondern zusammen mit seiner Ehefrau und Kollegin Caroline, seinen Pfarrkolleginnen und Pfarrerkollegen in der Region sowie der ganzen Gemeinde die Kirche gestalten wird. Dass er nicht allein vor den neuen Aufgaben steht, zeigten auch die Assistierenden, die Tim-Fabian Albrecht einen persönlichen Segen zusprachen. Dazu gehörte neben seiner Ehefrau Caroline Albrecht, sein Schwiegervater Jens-Uwe Albrecht (Pastor im Ruhestand) sein Freund und Kollege Hendrik Hundertmark (Pastor in Lemförde) sowie seine ehemalige Vikariatsmentorin Christine Wackenroder vom Kirchengemeindeverband Friedland-Obernjesa und Corinna Krug als Kirchenvorsteherin der Horster Gemeinde. Zum Abschluss übergab Superintendent Karl-Ludwig Schmidt die Ernennungsurkunde.

„Die Ordination ist nach der theologischen Ausbildung in Studium und Vikariat ein besonderer Höhepunkt im Leben eines Pastors. Mit der Ordination beauftragen wir Tim-Fabian Albrecht zur öffentlichen Verkündigung des Evangeliums, zur Verwaltung der Sakramente und zur Seelsorge. Das geschieht einmalig und gilt ein Leben lang“, sagt die Regionalbischöfin für den Sprengel Hannover.

 

 

In einer hellen Kirche vor einem Altar mit roten Parament steht eine Pfarrerin, sie legt dem davor knienden Pfarrer die Hände segnend auf den Kopf. Links steht eine weitere Pfarrerin neben dem Altar.
Bild: Meret Köhne
Pastor Tim-Fabian empfängt seinen persönlichen Segen von seiner Ehefrau Caroline Albrecht.
Meret Köhne