Wozu brauche ich eigentlich einen Gott?

Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis
Es ist die Weltkugel im Weltall abgebildet.
Bild: claymoon via canva.com
neu Jakob Kampermann
Bild: privat
Pastor Jakob Kampermann

Wozu brauche ich eigentlich einen Gott?
Brauche ich den eigentlich?
Um mir Sachen zu erklären, die sonst unerklärt blieben?
Braucht er mich?
Hilft es mir, diese Welt besser zu verstehen?
Denn da passiert einiges, was ich nicht verstehe.
Mir anders wünsche.
Hält er her für den Grund an sich?
Und die Kirche?
Die ist ja noch mal etwas anderes
und wird vor allem von Menschen gemacht.
Manchmal gelingt ihnen es,
manchmal so gar nicht.
Gott ist halt da.
War er schon immer.
Oder sie?
Oder noch ganz anders?
Eben Gott?
Gott ist da.
Gott war schon immer.
Gott wird immer sein.
Gott ist ein Dauerzustand?
Und Gott will Beziehung mit seinen Menschen.
Er ist ein Gegenüber.
Ein Mituns, Menschen sind, was sie eben sind.
Und sie bleiben das auch.
Ich auch.
Gott will trotzdem Beziehung.
Vielleicht ist das seine überraschendste
und dringlichste Eigenschaft.
Gott will Beziehung.
Mit mir.

Amen.

Biblischer Text: Micha 7, 18–20
Wo ist solch ein Gott, wie Du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade! Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie Du unsern Vätern vorzeiten geschworen hast.
Jakob Kampermann