Umgang mit sexualisierter Gewalt: Erklärung der Landessynode

Die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat heute (26.11.2025) während ihrer Tagung die folgende Erklärung einstimmig verabschiedet:

„Heute Vormittag haben wir als Landessynode die Schilderungen betroffener Menschen gehört. Sie haben uns sehr bewegt. Sie verändern uns, jede und jeden vor dem Hintergrund der jeweils eigenen Geschichte und Erfahrungen.

Unser Erleben war individuell, aber uns alle eint das Bestreben, Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt keinen Raum in unserer Kirche zu geben.

Wir sind uns als Landessynode des Versagens unserer Kirche bewusst. Wir übernehmen Verantwortung für Versäumnisse und Strukturen, die unsägliches Leid ermöglicht haben und weiterhin ermöglichen. Darum setzen wir uns nach Kräften dafür ein, dass sich Strukturen und Verhalten in unserer Kirche ändern: Weg vom Nichtsehen zum Sehen, vom Nichthören zum Hören, und vor allem vom Nichthandeln zum Handeln. Dabei sind die Expertise und Perspektive betroffener Menschen wichtig. Wir sind dankbar, dass Betroffene mit uns im Gespräch sind. Was sie gesagt haben, geht nicht verloren.

Am Ende unserer Amtszeit übergeben wir diese zentrale Aufgabe an die 27. Landessynode. Jede und jeder von uns nimmt zudem diesen Auftrag mit in ihren und seinen jeweiligen Wirkungsbereich.“


Hannover, den 26. November 2025

Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann,
Pressesprecher
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Rote Reihe 6, 30169 Hannover
Telefon: (0511) 1241-399, Mobil: (0172) 2398461
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