Landesbischof Meister: Vier Jahre Krieg – Solidarität bleibt notwendig

Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar 2026 sagt Landesbischof Ralf Meister:

„Am 24. Februar jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal. Vier Jahre Krieg haben tiefe Spuren hinterlassen. Menschen sind erschöpft und verzweifelt. Unzählige haben Angehörige und Freunde verloren. Andere halten bei eisigen Temperaturen aus ohne verlässliche Perspektive auf ein baldiges Ende der Gewalt.

Bei einem Solidaritätsbesuch in der Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine in Odessa im März 2023 gewann für mich ein Vers aus Psalm 85 neue Bedeutung: Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Man kann diesen Satz auch anders lesen: Gerechtigkeit und Friede ringen miteinander. Nach vier Jahren des Ringens sind beide dringender denn je. Sie werden erhofft und ersehnt.

Deshalb ist es wichtig, unsere Solidarität nicht abreißen zu lassen. In unserer Landeskirche geschieht sie in Begegnungen mit ukrainischen Geflüchteten, in gemeinsamen Gottesdiensten, in Fürbitten und Gebeten, in Konzerten und durch Spenden. Im Januar war Pastor Alexander Gross, Präsident der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine, bei uns zu Gast. Er hat eindrücklich berichtet, wie sehr konkrete Hilfe und das Wissen um Gebet und Mitgefühl stärken. Solidarität gibt Kraft. Das „Dennoch“ der Psalmen schenkt Zuversicht.

Ich danke allen Menschen in unserer Landeskirche, die in den vergangenen vier Jahren Geflüchtete aufgenommen haben oder sich ehrenamtlich engagieren. Wir vertrauen darauf, dass Gott an der Seite der Notleidenden steht und Frieden will. Ich bitte Sie deshalb: Bleiben Sie aktiv. Setzen Sie Zeichen der Hoffnung in schweren Zeiten. Zu verstummen ist keine Option. Unsere ukrainischen Geschwister – hier und in der Ukraine – sollen wissen: Sie sind nicht allein.“

Weitere Informationen

Die Landeskirche Hannovers hat auf ihrer Internetseite umfangreiches Material für Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zum 24. Februar zur Verfügung gestellt.

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Hannover, den 20. Februar 2026


Rebekka Neander

Stellv. Pressesprecherin
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

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EMA