Kirchliches Training schult Umgang mit Stammtischparolen

Banner der Demokratiekampagne der Landeskirche. Die Aufschrift lautet "Menschenwürde, Nächstenliebe, Zusammenhalt"

Kirchliche Partner in Niedersachsen bieten ein Training gegen Stammtischparolen an. Das ökumenische Projekt soll Handlungssicherheit in schwierigen Gesprächssituationen vermitteln.

Osnabrück. Mit einem neuen Trainingsangebot wollen kirchliche Träger in Niedersachsen Menschen darin schulen, Stammtischparolen und Vorurteilen im Alltag zu begegnen. Das Programm „Demokratie stärken - Argumentieren gegen Stammtischparolen“ richte sich an Beschäftigte in Gemeinden sowie an Interessierte aus gesellschaftlichen Gruppen, teilten das katholische Bistum und der evangelisch-lutherische Sprengel in Osnabrück am Dienstag gemeinsam mit.

In den Trainings setzten sich die Teilnehmenden mit der Wirkung von Parolen auseinander, hieß es. Das Basistraining dauere zweieinhalb Stunden und könne von Gruppen örtlich flexibel gebucht werden. Ziel sei es, pauschale Behauptungen zu hinterfragen, eine eigene Haltung zu entwickeln und Widersprüche aufzudecken.

Sensibilität für Sprache stärken

Bisherige Workshops hätten gezeigt, dass die Schulungen nicht nur Impulse für Strategien böten, sondern auch die Sensibilität für die Sprache schärften, erklärte Projektkoordinatorin Marlies Stertenbrink. „Gleichzeitig wächst das Gefühl des Zusammenhalts und die Zuversicht, gemeinsam etwas verändern zu können.“

Das Vorhaben baut den Angaben zufolge auf einem Programm der Katholischen Erwachsenenbildung und des Politologen Klaus-Peter Hufer auf. Es wird unter anderem von der Caritas, der Diakonie, dem Bistum und dem Sprengel getragen und vom Land Niedersachsen gefördert. Neben den flexiblen Angeboten ist ein spezifisches Training für Schülerinnen und Schüler vorgesehen.

Offene und kostenfreie Termine werden am 24. November in Quakenbrück sowie am 1. Dezember in Osnabrück jeweils von 18 bis 21 Uhr angeboten. Anmeldungen sind online über die Internetseite des Sprengels Osnabrück möglich.

epd Niedersachsen-Bremen