Kirchen feiern Abschlussgottesdienst bei Landesgartenschau

Ein großes Zeltdach im Grünen, besucht von mehreren Menschen
Bild: Anja Sievers

173 Mittagsgebete, 26 Gottesdienste und zahlreiche Taufen und Trauungen: Zum Schluss der Landesgartenschau verabschieden sich die Kirchen mit einem Gottesdienst aus dem Kurpark in Bad Nenndorf.

Bad Nenndorf. Mit einem ökumenischen Abschlussgottesdienst am Sonntag um 16 Uhr verabschieden sich die evangelische und katholische Kirche von der Landesgartenschau in Bad Nenndorf. Die Feier auf der Möbel-Heinrich-Bühne des Gartenschaugeländes schließt sich an das offizielle Abschlussprogramm des Events an, das zwischen 10 und 14 Uhr stattfindet, wie der Kirchensprengel Hannover mitteilte.

Wer kein Ticket für die Landesgartenschau habe, könne sich unter www.landesgartenschau-badnenndorf.de/anmeldung-abschlussfeier zu den Feierlichkeiten anmelden. Die Predigt im Gottesdienst hält den Angaben zufolge die evangelische Pastorin und Projektleiterin des kirchlichen Engagements bei der Gartenschau, Anja Sievers. Es gelte nach 173 Tagen Einsatz „Danke“ zu sagen, betonte sie: „Ein so intensives und gesegnetes Projekt lässt sich nicht einfach wie ein Gartentor schließen.“

Mehr als 200 Ehrenamtliche

Unter dem Motto „Ich glaub’ dran“ hatten die evangelische und katholische Kirche einen eigenen Bereich mit einem Kirchenpavillon gestaltet. Sie hatten unter anderem zu 173 Mittagsgebeten und 26 Gottesdienste auf der großen Hauptbühne sowie 12 Hochzeiten und 28 Taufen eingeladen, wie Sievers aufzählte. Insgesamt seien 200 Ehrenamtliche im Einsatz gewesen. Eine Attraktion sei auch ein „Segensautomat“ gewesen, aus dem die Gäste insgesamt 6.300 Segensbänder gezogen hätten.

Die Landesgartenschau mit insgesamt rund 1.000 Veranstaltungen hatte am 29. April begonnen. Die Veranstalter hatten mit insgesamt rund 600.000 Besuchen auf dem Gelände am Kurpark von Bad Nenndorf gerechnet, zur Halbzeit zählten sie laut eigenen Angaben bereits rund 350.000.

Zahlen und Fakten

  • Sturmfest verankert: Insgesamt 96 Erdnägel waren nötig, um den Kirchenpavillon absolut wetterfest zu machen.
  • Schatzsuche in der Buddelbucht: Im Laufe der 173 Tage wurden stolze 11,6 Kilogramm Edelsteine im Sand verbuddelt, die von kleinen und großen Gästen begeistert gesucht wurden.
  • Herzenssache: Am beliebten Segensbaum wurden 960 Holzherzen und unzählige weitere Herzen aus Tonkarton aufgehängt.
  • Segen zum Mitnehmen: Der Segensautomat war ein absoluter Publikumsliebling. Ganze 6.300 Segensbänder wanderten in die Hände der Besucherinnen und Besucher. Und sorgten für eine kleine religiöse Erinnerung an die diesjährige Landesgartenschau.
  • Tränen der Freude: Neben den 173 Mittagsgebeten und 26 Gottesdiensten auf der großen Hauptbühne gab es auch emotionale Höhepunkte: Die Menge an Freudentränen bei den 12 Hochzeiten und 28 Taufen wird auf 3 Liter geschätzt.
epd Niedersachsen-Bremen