Durch den Einsturz einer evangelischen Kita in Wolfsburg wurde kein Asbest freigesetzt. Der Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen zeigte sich froh über die Entwarnung. Die Zukunft der Einrichtung sei weiter ungewiss.
Wolfsburg. In den Trümmern der vor rund zwei Wochen nach einer Explosion eingestürzten evangelischen Kindertagesstätte in Wolfsburg wurde kein Asbest gefunden. Nach umfangreichen Materialbeprobungen hat die Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt Entwarnung gegeben, wie der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen am Freitag mitteilte.
„Ich bin froh und dankbar, dass wir nun potenzielle gesundheitliche Gefahren, die sich bei Asbestbelastung durch einen Zaun ja nicht eingrenzen lassen, sicher ausschließen können“, sagte Superintendent Christian Berndt. „Wir waren in der Zwickmühle, den Schadensort aufgrund der behördlichen Beschlagnahmung gar nicht betreten, geschweige denn sichern zu dürfen.“
Schadensursache weiter unklar
In den kommenden Wochen werde das in weiten Teilen zerstörte Kinder- und Familienzentrum von Versicherungssachverständigen und Baustatikern untersucht werden. Nach der Schadensursache werde weiter gesucht. Eine Abräumung sei weiterhin nicht möglich, sagte Berndt. Auch Aussagen zur langfristigen Zukunft der Einrichtung seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Bei einer Explosion am Morgen des 20. September, einem Sonntag, war etwa ein Drittel des Gebäudes der Martin-Luther-Kindertagesstätte am Schachtweg eingestürzt. Laut Polizei sind weitere Bereiche einsturzgefährdet. Der Sachschaden beläuft sich auf eine sechsstellige Summe. Menschen wurden nicht verletzt. Alle 88 betroffenen Kinder und die Kita-Mitarbeiter haben übergangsweise in einem Kindergarten in der Nachbarschaft Obdach gefunden.