Die Menschen auf dem Gebiet der hannoverschen Landeskirche haben im vergangenen Jahr wieder mehr Geld für „Brot für die Welt“ gespendet. Insgesamt kamen in den Kirchengemeinden über 5,5 Millionen Euro zusammen.
Hannover. Die Hilfsbereitschaft für das evangelische Werk „Brot für die Welt“ ist im Bereich der Landeskirche Hannovers entgegen dem bundesweiten Trend leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr sammelten die Kirchengemeinden exakt 5.565.521 Euro an Spenden und Kollekten für die Entwicklungszusammenarbeit, wie die Landeskirche mitteilte. „In Zeiten rückläufiger öffentlicher Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit ist dieses Engagement von besonderer Bedeutung“, betonte die zuständige Referatsleiterin Denise Irmscher.
Der hannoverschen Landeskirche sind mehr als 1.200 Gemeinden zwischen dem Landkreis Göttingen und der Nordsee mit zusammen rund zwei Millionen Mitgliedern angegliedert. Damit ist sie die größte evangelische Landeskirche in Deutschland. Sie umfasst drei Viertel Niedersachsen Im Jahr 2024 hatten die Spenden- und Kollekteneinnahmen in der Landeskirche bei gut 5,53 Millionen Euro gelegen.
Hilfe für Menschen in Afrika und Asien
Niedersachsenweit kamen mehr als 7,1 Millionen Euro zusammen - ebenfalls ein leichtes Plus. Bundesweit dagegen sanken die Spenden für das Hilfswerk im selben Zeitraum um gut 1,3 Millionen Euro auf 72,6 Millionen Euro. Höhere Bundesmittel und kirchliche Zuweisungen konnten den Rückgang jedoch ausgleichen.
Insgesamt standen dem Hilfswerk 2025 bundesweit insgesamt 341,7 Millionen Euro zur Verfügung - rund 9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Damit seien weltweit rund 3.000 Projekte gefördert worden, hauptsächlich in Afrika und Asien.
„Brot für die Welt“ setzt sich eigenen Angaben zufolge als Nichtregierungsorganisation für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht das Werk in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.