Hans-Martin Heinemann kam aus Hessen nach Hannover und prägte hier ein Jahrzehnt lang das kirchliche Leben. Jetzt hat ihn die Landeshauptstadt mit einer Verdienstplakette geehrt.
Hannover. Der frühere evangelische Stadtsuperintendent von Hannover, Hans-Martin Heinemann, ist mit der Verdienstplakette der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover geehrt worden. Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) überreichte ihm und anderen Personen die Auszeichnung bei einem Festakt am Donnerstag im Neuen Rathaus.
Heinemann habe sich weit über seine dienstlichen Aufgaben und weit über seinen Eintritt in den Ruhestand hinaus in herausragender und vielfältiger Weise für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Miteinander in Hannover eingesetzt, hieß es. Neben seinen organisatorischen und seelsorgerischen Aufgaben habe er sich für kirchliche Reformen und den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft sowie für den interreligiösen Dialog und für kulturelle Projekte eingesetzt.
Kirchenmusiker und Stiftungschef
Der 72-jährige Theologe stand von 2010 bis 2019 an der Spitze des evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover, der inzwischen zum Kirchenkreis Hannover umbenannt wurde. Dieser ist mit rund 160.000 Mitgliedern in 55 Gemeinden in Hannover, Garbsen und Seelze der größte Kirchenkreis der hannoverschen Landeskirche. Zuvor arbeitete Heinemann, der aus Hessen stammt und neben Theologie auch Kirchenmusik studierte, als Jugendpfarrer in Wiesbaden.
In Hannover war Heinemann bis 2019 Vorsitzender der Kulturstiftung Marktkirche und von 2019 bis Januar 2026 Vorsitzender des Vereins „Internationales Kinder- und Jugendchorzentrum Christuskirche Hannover“. Zudem ist er Vorsitzender des Kuratoriums der „S-Hannover-Stiftung“ der Sparkasse Hannover und Vorsitzender des Vorstandes der Langeschen Stiftung zu Hannover zur Förderung des Bauhandwerks und der Jugendpflege. Der Theologe lebt in Isernhagen bei Hannover und fühlt sich nach eigenem Bekunden inzwischen in Norddeutschland zu Hause.