Vor vier Jahren startete Russland seine militärische Invasion der Ukraine. Seitdem setzen sich auch die evangelischen Kirchen in Niedersachsen für Ukrainerinnen und Ukrainer ein. Bischof Thomas Adomeit bekräftigte nun das Engagement.
Hannover. Der evangelische Bischof Thomas Adomeit hat die Solidarität der Kirchen mit den Menschen in der Ukraine untermauert. „Als evangelische Kirchen in Niedersachsen stehen wir fest an der Seite der Menschen in der Ukraine und derjenigen, die hier bei uns Schutz gesucht und sich teilweise auch eine neue Existenz aufgebaut haben“, sagte der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen am Montag anlässlich des vierten Jahrestages der russischen Invasion der Ukraine am 24. Februar.
Dass der Krieg bereits so lange dauere, sei eine „unsägliche Katastrophe“. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer hätten aus ihrer Heimat fliehen müssen. „Unzählige Menschen haben ihr Leben verloren, haben Verletzungen an Leib und Seele davongetragen und oft ihr Hab und Gut verloren“, betonte der Bischof. „Die völkerrechtlich verbotene Zerstörung der zivilen Infrastruktur, insbesondere der Wärme- und Energieversorgung, stürzt hunderttausende Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und ganze Familien in tiefe Not und schweres Leid.“
Friedensverhandlungen ohne Willen zur Lösung
Seit mehr als einem Jahr sei zu beobachten, wie „sogenannte Friedensverhandlungen“ geführt werden, sagte Adomeit. „Sie lassen keinen Willen zu einer Lösung erkennen, die die unveräußerlichen Rechte der Menschen in der Ukraine achtet.“ Problematisch sei auch die Rolle, die die russisch-orthodoxe Kirche innerhalb der russischen Propaganda einnehme. Für die nach Deutschland und Niedersachsen geflohenen Menschen sei es „die Aufgabe aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte in unserem Land, diese Menschen zu unterstützen und weltweit für den Frieden einzutreten“.