Mit Gottesdiensten in Göttingen und Hofheim am Taunus eröffnen die evangelische und die katholische Kirche am Sonntag ihre Fastenaktionen. "7 Wochen Ohne" ruft zu mehr Mitgefühl auf, Misereor stellt berufliche Bildung in den Mittelpunkt.
Göttingen, Hofheim. Die evangelische und die katholische Kirche starten am Sonntag ihre diesjährigen Fastenaktionen. Für die evangelische Kirche eröffnet die traditionelle Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ die Passionszeit. Die christliche Initiative steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ und lädt dazu ein, innezuhalten, mehr Mitgefühl zu üben und Gewohnheiten zu überdenken, erklärte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister als Botschafter der Aktion.
Der zentrale Auftaktgottesdienst beginnt um 9 Uhr in der St.-Albani-Kirche in Göttingen und wird live im ZDF übertragen. Die christliche Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis Ostern.
Die katholische Fastenaktion des Hilfswerks Misereor wird am Sonntag im Bistum Limburg in Hofheim am Taunus eröffnet. Unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ steht in diesem Jahr die Förderung beruflicher Bildung, insbesondere in Kamerun, im Zentrum der Aktion. Ziel ist es, jungen Menschen dort Perspektiven auf Ausbildung und Arbeit zu eröffnen und auf weltweite Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Der Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul beginnt um 10 Uhr und wird live in der ARD übertragen.
Die Predigt hält der Limburger Bischof Georg Bätzing im Dialog mit der bischöflichen Bevollmächtigten des Bistums Limburg, Hildegard Wustmans, die mit einer Delegation in Kamerun war. Beide Aktionen laden die christliche Öffentlichkeit ein, sich in der Passionszeit mit Verzicht, Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen und schaffen Anregungen für Gemeindearbeit und persönliches Engagement.