Gesundheitskonzern Diakovere will halbe Milliarde Euro investieren

Ein großes Gebäude an einer großen Kreuzung.
Bild: Diakovere

Der Gesundheitskonzern Diakovere ist bereits jetzt ein großer kirchlich geprägter Träger in der Sozialbranche. Angesichts der Gesundheitsreform, des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels will das Unternehmen nun weiter investieren.

Hannover. Der Gesundheitskonzern „Diakovere“ in Hannover plant bis 2035 Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro, um seine medizinische Versorgung neu auszurichten. Die Pläne orientierten sich eng an den Zielen der aktuellen Gesundheitsreformen, kündigte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Ulrich Anke am Mittwoch in Hannover an. Zudem reagiere der evangelische Konzern damit auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel.

Bereits in einem ersten Ausbauschritt will das diakonische Unternehmen rund 250 Millionen Euro investieren. Mit mehr als 5.500 Mitarbeitenden und derzeit vier Krankenhäusern ist „Diakovere“ nach eigenen Angaben das größte frei gemeinnützige Unternehmen in der Sozial- und Gesundheitsbranche. Das Vorhaben soll bis Ende 2026 konkretisiert und mit dem Land Niedersachsen sowie mit der Stadt und der Region Hannover entwickelt und abgestimmt werden.

Klinik für Langzeitmedizin geplant

Nach der neuen Medizinstrategie soll die Akut- und Notfallmedizin künftig im evangelischen Krankenhaus Friederikenstift im Westen der Stadt gebündelt werden. Für die sogenannte Langzeitmedizin will der Konzern im Osten der Stadt ein neues, hochmodernes Krankenhaus aufbauen. Dort will Diakovere die Versorgung von Menschen mit komplexen, chronischen und oft lebenslang prägenden Erkrankungen bündeln und dabei die Erfahrungen aus den evangelischen Krankenhäusern Henriettenstift und Annastift einbringen.

„Diakovere stellt weiterhin konsequent den Menschen in den Mittelpunkt“, betonte Anke. „Durch unsere neue Medizinstrategie setzen wir innovative überregionale Standards für die beste Versorgung der Menschen.“ Erst im vergangenen Jahr hatte „Diakovere“ gemeinsam mit dem Kinderkrankenhaus auf der Bult die zentrale Geburtsklinik „Henrike“ eröffnet. Zum Konzern gehören auch Einrichtungen der Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe sowie ein Hospiz.

epd Niedersachsen-Bremen