Berufsschulen der Diakonie Rotenburg heißen nun Margot-Käßmann-Schule

Ein Gebäude, vorn rechts steht ein Schild mit der Aufschrift Berufsbildende Schulen
Bild: BBS Diakonie

Die Diakonie bildet seit mehr als 100 Jahren in Rotenburg/Wümme Pflege- und andere Fachkräfte in heilerzieherischen Berufen aus. Jetzt tragen diese berufsbildenden Schulen den Namen der früheren Landesbischöfin Margot Käßmann.

Rotenburg/Wümme. Die berufsbildenden Schulen der Diakonie in Rotenburg an der Wümme heißen seit diesem Mittwoch „Margot Käßmann-Schule“. Es ist die bundesweit erste Bildungseinrichtung, die den Namen der früheren hannoverschen Landesbischöfin und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trägt, wie das Evangelisch-lutherische Diakonissen-Mutterhaus in Rotenburg als Trägerin der Schule mitteilte. Käßmann selbst enthüllte das neue Namensschild. Sie werde als Schirmherrin künftig das Schulleben mitgestalten.

Der Entscheidung für den neuen Namen sei ein intensiver Beratungs- und Abstimmungsprozess unter Beteiligung der Schülerschaft und des Kollegiums vorausgegangen, hieß es. Käßmann sagte laut Manuskript, es sei für sie eine Ehre: „Die Förderung von sozialem Engagement und protestantischem Profil war und ist mir ein Anliegen. Deshalb werde ich die Schule, vor allem die jungen Leute, die sich hier auf ihr Berufsleben vorbereiten, in Zukunft gern begleiten und unterstützen.“

Prägende Stimme zur Stärkung sozialer Berufe

Der Geschäftsführer der Rotenburger Werke, Thorsten Tillner, würdigte Käßmann als „eine der prägenden Stimmen in Deutschland für den sozialen Zusammenhalt und die Stärkung der sozialen Berufe.“ Er fügte hinzu: „Margot Käßmann zeigt sich als Mensch, als Christin, als Bürgerin, als Funktionsträgerin. Und sie hat einen wertschätzenden Blick auf die Welt. Darin ist sie vorbildlich für unsere Schule.“

Die Margot Käßmann-Schule ist den Angaben zufolge 2024 aus den berufsbildenden Schulen des Rotenburger Diakonissen-Mutterhauses, der Rotenburger Werke und des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg hervorgegangen. Sie präge seit mehr als 100 Jahren die Bildungslandschaft und Institutionen im Gesundheits- und Sozialwesen der Region, hieß es. Fast 600 Schülerinnen und Schüler absolvieren dort eine Ausbildung in sozialpädagogischen, heilerzieherischen und Pflegeberufen. Außerdem wird dort die Weiterbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin und zum Erzieher angeboten.

epd Niedersachsen-Bremen