Unter dem Leitgedanken „Zukunft gestalten – Kirchenmusik in Transformation“ kommen am 1. und 2. September 2026 alle hauptberuflichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zu einem Generalkonvent in Hildesheim zusammen. Mit dabei ist am Dienstagabend auch Landesbischof Ralf Meister.
Der Generalkonvent findet alle vier Jahre statt und versteht sich als Begegnungs- und Austauschort für die gesamte Kirchenmusik der Landeskirche. Bei dem Treffen im Michaeliskloster steht vor allem die gemeinsame Frage im Mittelpunkt, wie Kirchenmusik auch unter veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen Menschen erreicht und Kirche mitgestaltet. Rund 140 Teilnehmende werden erwartet.
Ziel ist es, die Vielfalt der unterschiedlichen Arbeitsfelder sichtbar zu machen und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Dabei geht es um Themen wie regionale Kooperationen, die Weiterentwicklung der Kirchenmusik „in der Fläche“, musikalische Bildung, eine moderne modulare Ausbildungsstruktur sowie die stärkere Vernetzung bestehender Initiativen. Darüber hinaus geht es um die Frage, welche Strukturen und Ressourcen notwendig sind, damit Kirchenmusik auch künftig eine tragende Rolle in Verkündigung, Bildung, Kultur und Gemeindeleben übernehmen kann.
Geistlicher Abschluss des ersten Konventstages ist ein Abendmahlsgottesdienst mit Landesbischof Ralf Meister sowie ein anschließendes Gespräch mit ihm. „Kirchenmusik stiftet Gemeinschaft und schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu religiöser Erfahrung“, sagt der Landesbischof. „Wir wissen aus Untersuchungen, dass mehr als die Hälfte der Befragten Kirchenmusik als inspirierend empfinden und von ihr berührt sind. Sogar 43 Prozent der Konfessionslosen stimmen dem zu. Deshalb wird die Arbeit von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern in unserer Kirche immer eine zentrale Bedeutung haben.“
Oberkirchenrätin Dr. Dorothee Arnold-Krüger sagt: „Kirchenmusik ist Teil der Verkündigung. Wenn wir über die Zukunft der Verkündigung nachdenken, gehört die Kirchenmusik hier grundlegend dazu. Für viele Menschen erhält ein Gottesdienst noch eine besondere und tiefe Dimension durch die Musik. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker können aus ihrer Arbeit wichtige Erfahrungen und Impulse in die verschiedenen Prozesse zur zukünftigen Aufstellung der Kirche einbringen – und ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche in Hildesheim!“
Auch Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel freut sich als Gastgeber des Generalkonvents auf einen konstruktiven Austausch: „In unseren Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern steckt ein enormes Potenzial: Sie sind hochqualifiziert, arbeiten mit Menschen aller Generationen, schaffen Gemeinschaft und eröffnen immer neue Resonanzräume, in denen Kirche erlebbar wird“, so Dippel. „Wir brauchen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die künstlerisch stark, sprachfähig und teamorientiert sind und ihre Kompetenzen selbstbewusst in den Transformationsprozess unserer Kirche einbringen. Dafür müssen wir ihnen eine gute Ausbildung, attraktive Arbeitsbedingungen und echte Gestaltungsspielräume ermöglichen.“
Zur Kirchenmusik in der Landeskirche Hannovers
Rund 52.000 Menschen musizieren regelmäßig in der Landeskirche Hannovers. Sie tun dies in mehr als 2.300 Gruppen: in Kinder- und Jugendchören, Kantoreien und Kammerchören, Ensembles, Bands sowie in gut 260 Gospel- und Popchören. In 550 Posaunenchören musizieren mehr als 8.000 Personen. Für den Wohlklang im Gottesdienst und darüber hinaus sorgen rund 3.000 Mitwirkende an Orgel, Klavier, Keyboard oder anderen Instrumenten. Davon sind rund 150 hauptberufliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Unterstützt werden sie von 1.900 nebenberuflichen und 960 ehrenamtlich tätigen Mitwirkenden in den Gemeinden.
Hannover, den 28. August 2026
Lothar Veit
Pressereferent Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
Rote Reihe 6, 30169 Hannover
Telefon: (0511) 1241-399
Mobil: (0151) 20279458
E-Mail: lothar.veit@evlka.de