Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) hat heute (6.3.2026) online einen Artikel zum neuen Unterrichtsfach Christliche Religion veröffentlicht unter der Überschrift „Neues Schulfach Christliche Religion in Niedersachsen: Jesus soll weitgehend wegfallen.“ Beim Lesen des Artikels kann der Eindruck entstehen, dass die Inhalte des neuen Unterrichtsfachs bereits final festgelegt sind.
Gegenwärtig befinden sich die beiden Entwürfe für die Kerncurricula Christliche Religion noch in der Anhörung.
Die beiden Kirchen haben gemeinsam mit dem Ministerium entschieden, die von den Kommissionen erarbeitenden Fassungen in die Anhörung zu geben. Zudem ist vereinbart worden, dass die Kirchen gemeinsam mit dem Ministerium die Ergebnisse des Anhörungsverfahrens auswerten und in diesem Kontext von Land und Kirchen die Endfassungen erstellt wird. Die Kirchen gehen davon aus, dass sich im Verfahren noch Änderungen an den Entwürfen ergeben werden. Die Endfassungen sollen dann Ende April vorliegen. Für diese wird zuletzt das Einvernehmen der Kirchen erbeten und ebenso die Zustimmung des Landtages.
Auch die Anhörung ist ein Teil des breiten Partizipations- und Beteiligungsprozesses, den die Kirchen angestoßen haben, der grundsätzliche Fragen des Religionsunterrichts behandelt und der erst mit der Endfassung der beiden Kerncurricula an diesem Punkt abgeschlossen sein wird. Eine Evaluation zu einem späteren Zeitpunkt ist schon geplant.
Gerade in der gegenwärtigen Situation ist religiöse Bildung für Kinder und Jugendliche wesentlich als ein Beitrag, mit den Herausforderungen des modernen Lebens, den multiplen Krisen und der Gestaltung von Zukunft umgehen zu können durch die Hoffnung der Auferstehung Christi, die die Kirchen an Ostern feiern werden.
Mit dem Fach Christliche Religion wollen die evangelischen und katholischen Kirchen gemeinsam mit dem niedersächsischen Kultusministerium den konfessionellen Religionsunterricht neu gestalten. So soll ein attraktives Angebot für Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Auf der Basis des Christentums werden religiöse Grundfragen des Menschen thematisiert und zugleich sollen die sich aus dem christlichen Glauben ergebenden Inhalte, selbstverständlich auch die Christologie, vermittelt werden.
Hannover, den 6. März 2026
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