Celle. Die christliche Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz sucht Freiwillige, die zu Weihnachten ein Paket an Inhaftierte schicken wollen. Die Aktion solle die Weihnachtsbotschaft direkt in die einzelnen Hafträume bringen, teilte der Verein am Mittwoch in Celle mit. Viele Menschen hinter Gittern erhielten aus Sicherheitsgründen oder mangels Angehöriger keine Zeichen der Verbundenheit. Für sie sei die Einsamkeit an den Feiertagen besonders schwer zu ertragen.
Für Gefangene bedeute die Zuwendung weit mehr als Gebäck oder Kaffee, hieß es. Die Erfahrung, dass eine fremde Person ihnen ohne Gegenleistung eine Aufmerksamkeit schenke, könne neue Hoffnung auf dem Weg in ein besseres Leben geben.
Anmeldung bis Ende November
Die Paketaktion besteht den Angaben zufolge bereits seit 1953. Im Jahr 2025 seien 1.750 Pakete an Insassen in 33 Justizvollzugsanstalten verschickt worden. Wer mitpacken wolle, erhalte nach der Registrierung eine Adresse sowie eine Packanleitung. Erlaubt seien bestimmte haltbare Lebensmittel wie Kaffee und Gebäck, erläuterte die Straffälligenhilfe. Die Kosten für den Inhalt lägen bei etwa 30 bis 35 Euro.
Das 1925 gegründete Schwarze Kreuz begleitet nach eigenen Angaben bundesweit Menschen im Gefängnis sowie deren Angehörige, vor allem über Briefkontakte von Ehrenamtlichen. Ziel sei es, die Resozialisierung zu fördern und so neuen Straftaten vorzubeugen. Die Celler Geschäftsstelle berät und begleitet die rund 650 Ehrenamtlichen und Mitglieder. Die Organisation gehört den Diakonischen Werken in Niedersachsen und Sachsen an und finanziert sich überwiegend aus Spenden.
Wer sich an der Paketaktion beteiligen möchte, muss sich nach Angaben des Vereins bis zum 29. November beim Schwarzen Kreuz registrieren.