Mit Malaysia fing alles an: Musik zum Weltgebetstag
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Der Segen kommt mit Konfetti per Video, und Gebete gibt es als kurze Online-Clips: Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen haben am Sonntagabend den neuen Youtube-Kanal BASIS:KIRCHE freigeschaltet. Er soll verstärkt Menschen aus der Altersgruppe zwischen 20 und 45 Jahren erreichen.
Der neue Kanal bringt kirchliche und soziale Inhalte in Videoform und stellt sie auf Abruf zur Verfügung. Er richtet sich an Nutzer die nach etwas anderem suchen als dem klassischen analogen Gottesdienst oder den bereits bestehenden digitalen Angeboten der Kirche. Künftig sollen viermal pro Woche Talks und Reportagen, aber auch kurze Gebetsclips in einer Länge von zwei bis zehn Minuten freigeschaltet werden.
Noch ein Kirchen-Kanal auf YouTube? Warum?
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Videos in unterschiedlichen Kategorien
Gestaltet werden die Beiträge von einem Team von rund 30 jungen Pastorinnen und Pastoren, Religionspädagog*innen und Musikerinnen und Musikern. Diese nehmen die Nutzerinnen und Nutzer mit auf eine Suche nach Sinn und Spiritualität - etwa durch einen Besuch beim Bestatter oder ein Gespräch mit querschnittsgelähmten Menschen. Produziert werden die Videos vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen (ekn), der unter anderem auch Radio-Beiträge für die Privatsender Radio ffn und Antenne erstellt.
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"Die großen Fragen des Lebens werden heute gegoogelt."
Der neue Youtube-Kanal entstand im Zuge der Corona-Pandemie, in der sich die Kirche verstärkt durch digitale Angebote an die Menschen wendet. „Die großen Fragen des Lebens nach Schuld und Vergebung, nach Liebe und dem Leben nach dem Tod, werden heute gegoogelt“, sagte der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit. „Als Kirche müssen wir dort präsent sein, wo gesucht wird.“ Die BASIS:KIRCHE soll bis zum Jahresende erprobt werden.
epd-Landesdienst Niedersachsen-BremenAn dieser Stelle wird Ihnen Inhalt von Youtube angezeigt. Klicken Sie auf "Inhalt anzeigen", wenn Sie damit einverstanden sind. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ohne ihn wäre der Weltgebetstag hierzulande wohl weniger klangvoll: Der Produzent und Musiker Sebastian Frank aus Hannover sorgt seit inzwischen zehn Jahren für die passenden Musikaufnahmen und Notensätze.
Einmal im Jahr, rechtzeitig vor dem weltweiten Termin am ersten Freitag im März, entsteht in seinem Tonstudio eine CD zu den Liedern und Klängen aus dem jeweiligen Gastgeberland. Den Start machte im Jahr 2012 Malaysia, für die nunmehr zehnte Produktion stellte Frank Lieder aus England, Wales und Nordirland zusammen.
"Zunächst arbeite ich mit unseren westlich geprägten Instrumenten wie Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Percussion, Geige und Cello", sagt der studierte Schulmusiker Frank. Aber der Charme der internationalen Veranstaltung sei es eben auch, die Musikinstrumente des jeweiligen Landes einzusetzen: "Da kommen dann auch exotische Instrumente wie die Sitar, die orientalische Langflöte Ney und eine Rahmentrommel zum Einsatz".
Menschen beten gemeinsam in 108 Ländern und auf 88 Sprachen
Die Stücke sind zum Mitsingen gedacht und werden vermutlich bei vielen Weltgebetstagsfeiern in Deutschland zu hören sein. Die Zahl der potentiellen Hörerinnen und Mitsingenden ist groß: Allein in Deutschland besuchen jedes Jahr den Veranstaltern zufolge rund eine Million Menschen Gottesdienste und Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag.
Er entstand vor mehr als 130 Jahren, als sich christliche Frauen in den USA und Kanada im Sinne internationaler Frauensolidarität trafen. Heute feiern Menschen weltweit in 108 Ländern und auf 88 Sprachen Gottesdienst und befassen sich dabei mit der Lebenssituation von Frauen. Aus einem konfessionsübergreifenden Gebet wurde so eine der größten ökumenischen Bewegungen weltweit.
2022 sendet BibelTV zusätzlich zu den Veranstaltungen vor Ort einen Fernsehgottesdienst, bei dem auch Sebastian Frank musikalisch mitwirkt. Schon jetzt macht sich der Produzent und Musiker aus Hannover Gedanken über die Musikproduktion für 2023: Dann stehen Lieder aus Taiwan auf dem Produktionsplan. „Dort sind viele Streich- und Schlaginstrumente nötig, aber auch Blockflöten“, sagt Sebastian Frank - und nimmt die Herausforderung gerne an.
Jan von Lingen / Themenraum