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Flüchtlinge als Teil der Gesellschaft
Flüchtlings-Bufdis, Netzwerke, Drogenprobleme junger Flüchtlinge - in einem Hörfunk-Magazin beleuchtet der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen das Flüchtlingsthema von ganz verschiedenen Seiten, zeigt Probleme, aber auch, wie Integration gelingen kann.
Bundesfreiwilligendienst im evangelischen Jugendzentrum Phoenix in Bad Gandersheim - Der Syrer Basel erzählt von seiner Arbeit im Jugendzentrum, dem Austausch mit anderen Jugendlichen und seinen Zukunftsträumen.
Sie haben die Hölle hinter sich, sind oft schon drogen- oder tablettensüchtig: Geflüchtete Jugendliche aus Nordafrika, die sich in Bremen auf der Straße herumtreiben.Diese jungen Flüchtlinge besucht die Streetworkerin Claudia Fisbeck regelmäßig.
Flüchtlinge, die zu uns nach Deutschland kommen, brauchen Unterstützung. Oft helfen ihnen dann Ehrenamtliche aus der deutschen Nachbarschaft. In Rothenburg bei Bremen funktioniert es auch genau umgekehrt – dort engagieren sich Flüchtlinge ehrenamtlich für Einheimische.
Die Kirche schrumpft. Auf der anderen Seite bekommt die Kirche aber auch unverhofften Zuwachs: Von - meist muslimischen - Flüchtlingen, die zum Christentum wechseln.
In Deutschand wird Homosexualität inzwischen weitgehend als Normalität wahrgenommen. In vielen anderen Staaten – gerade auch in den Herkunftsländern von Flüchtlingen – werden Schwule und Lesben häufig verfolgt. Kadir Özdemir koordiniert das Projekt queer Refugees im Andersraum e.V., einer queeren Begegnugsstätte in Hannover.
Ministerpräsident Weil fordert Christen zur Einmischung gegen Vorurteile auf
Nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gibt es eine Christenpflicht zur Einmischung, wenn populistische Vorurteile geschürt werden. "Luther würde heute dazu aufrufen, den demokratischen Rechtsstaat zu verteidigen und für ihn einzutreten", sagte er als Gastprediger in der evangelischen Kirchengemeinde Holle-Heersum bei Hildesheim. "Eine Diktatur kommt gut ohne aktive Bürger aus. Eine Demokratie geht ohne aktive Bürgerinnen und Bürger zugrunde."
Zwischen den Geboten der Bibel und den Werten des Grundgesetzes gebe es keine großen Unterschiede, sagte Weil. Das biblische Gebot der Nächstenliebe und der erste Artikel des Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" wiesen in die selbe Richtung. Dies werde gerade in der Flüchtlingsdebatte deutlich: "Das sind nicht in erster Linie Zahlen oder Probleme, die zu uns kommen, sondern es sind erst einmal Menschen."
In den vergangenen Jahren hätten gerade die Kirchengemeinden ein vorbildliches Engagement für die Geflüchteten gezeigt, sagte der Ministerpräsident. Dieses Engagement werde auch weiterhin gebraucht. Staat und Kirche könnten auf vielen Gebieten zusammenarbeiten: "Wir wissen, was wir aneinander haben und dass wir uns gegenseitig brauchen."