Jens Lehmann, Präsident des Landeskirchenamtes in Hannover, konstatierte in seinem Geschäftsbericht vor der Landessynode eine große Veränderungsbereitschaft in der Landeskirche. Die Mitgliederzahlen würden sinken und es gebe die Notwendigkeit, finanzielle Mittel zu kürzen. „Aber wir reagieren“, so Lehmann. Die 26. Landessynode habe einen Zukunftsprozess angestoßen, mit der Konstituierung eines Zukunftsausschusses nehme auch die aktuelle Synode diese Aufgabe an.
„Wir haben gerade einen Moment, in dem Veränderungsnotwendigkeit auf Veränderungsbereitschaft stößt.“ Um die Landeskirche „zukunftsfest“ zu machen, seien nun alle Verantwortlichen in besonderer Weise gefragt. „Ich erlebe eine Landeskirche, die sich ihrer Stärken bewusst ist und die sich den Herausforderungen stellt. Wir sind eine Kirche, die auch unter schwieriger werdenden Bedingungen gestalten kann und gestalten will“, so der Präsident.
Zuvor hatte er kurz die Felder skizziert, die mit Hilfe der Leitlinien „Anfänge im Glauben“, „Seele stärken“ und „Sozialraum“ ihre inhaltliche Arbeit zukünftig strukturieren sollen. Als Beispiele nannte Lehmann Kasualien und Segenshandlungen, Öffentlichkeitsarbeit, Kirchenmusik, kirchliche Bildungsarbeit, Diakonie, Personalfragen sowie Klimaschutz und Gebäudemanagement.
„Ein Querschnittsthema bleibt der Umgang mit sexualisierter Gewalt“, führte Lehmann weiter aus. „Prävention, Intervention Anerkennung und Aufarbeitung erfordern eine klare Haltung. Dieses Thema ist für das Vertrauen in unsere Kirche von zentraler Bedeutung und muss in allen Handlungsfeldern mitgedacht werden. Die Menschen, die sich uns anvertrauen, dürfen keinen Zweifel haben: Kirche ist ein sicherer Ort.“