Englische und deutsche Kirche bekräftigen ihre Verbundenheit

Nachricht 29. Mai 2017

Berlin. Die anglikanische Kirche von England und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben auf dem Berliner Kirchentag mit einem Abendmahlsgottesdienst ihre Verbundenheit bekräftigt. Die deutsch-britische Kirchengemeinschaft sei ein Beispiel für gelungene Ökumene, sagte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister in seiner Predigt am Samstagabend in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Liturgie wurde gestaltet vom anglikanischen Bischof von Leeds, Nicholas Baines. In den Fürbitten wurde der Anschläge in Manchester sowie gegen koptische Christen am Freitag in Ägypten gedacht.

In der "Meissener Erklärung" haben sich EKD und die anglikanische Kirche 1991 zur Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft verpflichtet. Pfarrer können danach in der jeweils anderen Kirche predigen und Gläubige am jeweiligen Abendmahl teilnehmen. Im sächsischen Meißen hatte zuvor die Annäherung der beiden Kirchen begonnen. Geleitet wird die Kommission von den beiden Co-Vorsitzenden Meister und Baines.

Die Beziehungen zwischen beiden Kirchen waren in den vergangenen Jahren auch durch die Vorbereitung auf das 500. Reformationsjubiläum geprägt. Für die Church of England, die sich als reformatorische Kirche eigener Prägung versteht, ist 2017 darum auch ein besonderes Jahr, das ähnlich wie in Deutschland am 31. Oktober mit einem Festgottesdienst in Westminster Abbey in London seinen Höhepunkt finden wird.

Weltweit gibt es rund 85 Millionen Anglikaner in mehr als 165 Ländern. Die Kirche von England trennte sich im 16. Jahrhundert von der katholischen Kirche. Sie vereint katholische Traditionen mit evangelischer Lehre.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen