Präsidentin des hannoverschen Landeskirchenamtes wird 50 Jahre alt

Nachricht 25. Mai 2017

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Dr. Stephanie Springer. Bild: Jens Schulze

Hannover. Die Präsidentin des hannoverschen Landeskirchenamtes, Stephanie Springer, ist am heutigen Donnerstag (25.05.2017) 50 Jahre alt geworden. Landesbischof Ralf Meister würdigte sie als "erste Frau an der Spitze des Landeskirchenamtes und als kompetente und hoch engagierte Vertreterin unserer Landeskirche im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)".

Springer war bis 2013 am Oberlandesgericht Celle tätig und leitete dort die Präsidialabteilung II für Personalfragen. Als Richterin urteilte sie in Fällen des Arzthaftungsrechts. Zeitweise war sie auch Pressesprecherin des Gerichts. Bereits während ihres Studiums in Hannover und Frankreich spezialisierte sie sich auf Europarecht. Von 2002 war bis 2006 in der niedersächsischen Landesvertretung bei der EU in Brüssel tätig.

Meister unterstrich den wesentlichen Anteil, den die Präsidentin an einer Verfassungsrevision der Landeskirche nach 50 Jahren habe. "Die Reform wird wegweisend sein für die künftige Gestaltung unserer Landeskirche." Im Kern gehe es darum, den Gemeinden mehr Freiräume für die Zukunft zu ermöglichen. Nach dem Entwurf sollen sich die derzeit 1.266 Gemeinden der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland künftig unter anderem als traditionelle Ortsgemeinde oder als themenorientierte "Personalgemeinde" organisieren können. Strukturen sollen schlanker werden, um Doppelarbeit zu vermeiden.

Außerdem habe Springer die Erinnerungskultur innerhalb der Kirche gefördert und nach außen hin sichtbar gestaltet, betonte Meister. Ein beeindruckendes Beispiel dafür sei die vor wenigen Wochen eingeweihte Skulptur Twins/Zwillinge am Landeskirchenamt. Sie gehe auf die Initiative der Präsidentin zurück und stehe "für eine neue Kultur des Respekts, der Achtung und Wertschätzung gegenüber dem Judentum".

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen