180 Museen öffnen zu Internationalem Museumstag

Nachricht 20. Mai 2017

Hannover/Soltau. 180 Museen aus Niedersachsen und Bremen öffnen am Sonntag (21. Mai) ihre Türen zum 40. Internationalen Museumstag. Der Tag steht unter dem Motto "Spurensuche. Mut zur Verantwortung", wie der Museumsverband Niedersachsen und Bremen am Freitag in Hannover mitteilte. Mit 460 Aktionen und kreativen Programmpunkten wollen die teilnehmenden Häuser das Publikum für ihre Arbeit begeistern. Bundesweit bieten mehr als 1.700 Museen rund 4.500 besondere Programme an mehr als 1.000 Orten an.

Passend zum Motto des Tages wollen etwa das Museum Friedland bei Göttingen und das Grenzlandmuseum Eichsfeld gemeinsam "Schattenseiten" der Zeitgeschichte aufdecken, hieß es. Zwischen beiden Museen pendelt ein Bus. Die Kunsthalle Emden bietet ein "Sonntagsatelier" für Kinder an. Die Geschichtswerkstätten in Göttingen und Duderstadt veranstalten eine Spurensuche mit dem Fahrrad zu Orten von Zwangsarbeit während der NS-Zeit.

Das Historische Museum in Bremerhaven lädt zu einer "Spurensuche in den Fünfzigern" ein. Das Diözesanmuseum in Osnabrück erzählt mit Playmobil-Figuren den Angaben zufolge Geschichten von Königen, Rittern und Bischöfen und bringt den Besuchern so die Geheimnisse der Domschatzkammer nahe.

Bundesweite Schirmherrin des Museumstags ist die Präsidentin des Bundesrates und rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie wird den Tag mit einer Veranstaltung im Landesmuseum Mainz eröffnen. Die zentrale Eröffnung für Niedersachsen findet im Museum "Felto-Filzwelt" in Soltau statt. Dazu wird die Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium, Andrea Hoops, erwartet.

Der Internationale Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und 1978 erstmals gefeiert. Nach Angaben des Deutschen ICOM-Nationalkomitees hat Deutschland mit insgesamt 6.500 Häusern die größte Museumsdichte weltweit.
 

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen