Emder Schulen schließen Partnerschaft mit Gedenkstätte Yad Vashem

Nachricht 07. Mai 2017
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Kuppel in der "Halle der Namen" in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem am 07.12.15. Bild: Matthias Rietschel/epd-bild 

Emden. Zwei Schulen aus Emden haben eine Kooperationsvereinbarung mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem unterzeichnet. Die Schulpartnerschaft stehe für eine aktive Erinnerungskultur und den Ausbau der Beziehungen zu Israel, sagte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) . Zwischen den Schülern des Emder Max-Windmüller-Gymnasiums, der Berufsbildenden Schule II und  israelischen Schülerinnen und Schülern soll es künftig unter anderem einen regelmäßigen Austausch geben.

Sowohl die Emder Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler würden von der intensiven Zusammenarbeit profitieren, sagte Birte Hewera von der Internationalen Schule für Holocaust-Studien (ISHS) der Gedenkstätte. Die Arbeit im Bereich der Lehre des Holocaust lebe vom Austausch. Insbesondere die persönlichen Begegnungen könnten zum gegenseitigen Verständnis beitragen und freundschaftliche Beziehungen ermöglichen. "Daher begrüßt die Gedenkstätte Yad Vashem die heutige Vereinbarung ausdrücklich", sagte Hewera.

Bereits im vergangenen Jahr hatten das Kultusministerium und die Gedenkstätte eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit auszubauen. Vor allem ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch über die didaktische Aufarbeitung des Holocaust und anderer NS-Verbrechen war zusätzlich zur bereits bestehenden Kooperation vereinbart worden. So sollte ein Schwerpunkt der künftigen Zusammenarbeit auf der Fortbildung niedersächsischer Lehrerinnen und Lehrer sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zeithistorischen Einrichtungen liegen.

Im September 2016 fand eine erste Fortbildung niedersächsischer Lehrkräfte in Yad Vashem statt, an der auch zwei Lehrkräfte des Max-Windmüller-Gymnasiums und der BBS II teilnahmen. Eine Delegation bestehend unter anderem aus Frauke Heiligenstadt, Vertretern vom Landesverband der jüdischen Gemeinden und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten machten sich damals in Yad Vashem ein Bild von der Kooperation.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen