Friedensbeauftragter Brahms würdigt Arbeit der Friedenskirchen

Nachricht 05. Mai 2017
p_epd_Renke Brahms
Renke Brahms, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland; Bild: epd-bild / Norbert Neetz

Bremen/Hamburg. Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Arbeit der historischen Friedenskirchen gewürdigt. Sie würden wichtige Impulse für eine "Kirche des gerechten Friedens" geben, sagte der leitende Bremer Theologe am Donnerstag. An diesem Sonnabend will die "Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen" an der Hamburger Universität aktuelle Forschungsfragen für ihre künftige Arbeit präsentieren.

Während der Reformation sei die Täuferbewegung als Vorläufer der historischen Friedenskirchen vor allem in den lutherischen Bekenntnisschriften noch verdammt worden, betonte Brahms. "Dies ist heute nicht mehr nachzuvollziehen." Die evangelische Kirche brauche die Anregungen und Forschungsarbeiten der Arbeitsstelle.

Als historische Friedenskirchen gelten die Mennoniten, die Church of the Brethren und die Gesellschaft der Freunde ("Quäker"). Für sie ist Gewaltfreiheit ein wesentliches Merkmal ihrer Identität. Die "Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen" wurde im Sommersemester 2006 an der Universität Hamburg im Fachbereich Evangelische Theologie eingerichtet. Ihre Aufgabe ist die systematisch-theologische Erforschung und Weiterentwicklung einer Theologie der Friedenskirchen im ökumenischen Kontext. Geleitet wird die Arbeitsstelle von dem Theologen Fernando Enns.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen