Landessynode diskutiert über Modernisierung der Verfassung

Nachricht 04. Mai 2017

Hannover. Die Landeskirche will nach 50 Jahren ihre Verfassung einer grundlegenden Revision unterziehen. Ein leitender Gedanke müsse dabei sein, Vielfalt und Kreativität in der Kirche zu ermöglichen, sagte der Vorsitzende des Landessynodalausschusses, Jörn Surborg, am Mittwoch zum Auftakt der Frühjahrstagung des evangelischen Kirchenparlamentes in Hannover. Das Engagement an der Kirchenbasis dürfe nicht durch bürokratische Kontrolle gebremst oder gar verhindert werden. "Zulassen, Riskieren werden Kernaufgaben unserer Handlungsebene sein."

Die bisherige Kirchenverfassung stammt aus dem Jahr 1965. Der Verfassungsausschuss will den 75 Delegierten der Landessynode am Freitag einen Entwurf zu einer Verfassungsrevision vorstellen. Es gehe darum, die "Zeit des Übergangs zu gestalten von der Volkskirche, wie sie sich nach 1945 in diesem Land entwickelt hat, zu einer Minderheitskirche, die hoffentlich den Anspruch und die Kraft behält, das Volk nicht aus dem Blick zu verlieren", sagte Surborg.

Vorgaben müssten dabei auf Notwendiges reduziert werden und Räume zum Verändern eröffnet werden: "Die Zeit des Übergangs von der heutigen Gestalt der Landeskirche zu dem, was kommt, muss und wird eine Zeit des Erprobens unterschiedlicher Strukturen, Schwerpunkte und Gestaltungsräume sein, je nach der Situation und den Herausforderungen vor Ort." Die Beratungen darüber sollen bei den nächsten Tagungen der Synode fortgeführt werden.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen