Regionalbischöfin Ruck-Schröder ordiniert Friedrich Uhlhorn zum Pastor in Stadtoldendorf

Nachricht 26. September 2022

Ein Teamplayer abseits der Klischees

Ordination Uhlhorn_Stadtoldendorf
Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder (3.v.r.) assistierten bei der Ordination von Friedrich Uhlhorn (3.v.l.) Pastorin Juliane Borth (v.l.), Konrad Zimare, Jasmin Schwanecke und Superintendent Dr. Frank Uhlhorn. Holzminden-Bodenwerders Superintendentin Christiane Nadjé-Wirth freute sich über den neuen Pastoren im Kirchenkreis. Foto: Gunnar Müller

Stadtoldendorf. Turnschuhe zum Talar, HipHop und Rock im Gottesdienst: Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder am Sonntag Friedrich Uhlhorn in einem Gottesdienst in der St.-Dionys-Kirche in Stadtoldendorf zum Pastor ordiniert. „Ab heute sind Sie ‚Herr Pastor‘ – auch wenn Sie, lieber Herr Uhlhorn, ganz anders sind, als es das Klischee gerne hätte,“ sagte die Regionalbischöfin in ihrer Ansprache.

Uhlhorn habe Lust auf eine andere Kirche, auf Teamarbeit und Kontakt auf Augenhöhe. Der 29-jährige Familienvater sehe sich selbst als Muntermacher und nahbaren Menschen. „Sie sind einer, der frischen Wind zu schätzen weiß und auch Sinn für Humor hat, gegen den Bierernst in der Kirche antritt und auch einem gewissen Spaßfaktor gegenüber nicht abgeneigt ist,“ sagte Dr. Ruck-Schröder.

Eine Haltung, die gerade in der heutigen Zeit und kleiner werdenden Ressourcen mit ihren Herausforderungen wichtig sei. Friedrich Uhlhorn sei da ein guter Muntermacher.

Die Zeit einsamer Pfarrherrn sei vorbei, so Dr. Ruck-Schröder. Christsein heiße, sich miteinander die Frage zu stellen, was es heute bedeute, als Christ*in in der Gesellschaft zu leben. Auch Friedrich Uhlhorn habe einen Traum: „Sie träumen von einer Kirche, die viel bunter ist als heute, offen für Neues, für viel mehr Formen als wir uns heute trauen.“ Die Regionalbischöfin sei gespannt auf die Impulse des jungen Pastors.

Auch die Stadtoldendorfer*innen scheinen neugierig auf „ihren“ neuen Pastor: Noch zu Beginn des Gottesdienstes mussten weitere Stuhlreihen aufgestellt werden, weil der Platz nicht ausreichte.

Neben zahlreichen Vertreter*innen von Gemeinde, Verbänden und Politik, besuchten auch seine Sportfreunde vom TSV Lemme den Gottesdienst.

Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen