Einsegnung von Diakonin Julia Aschenbach in Hameln

Nachricht 05. Juli 2022

Von Glocken gerufen – die Zukunft im Blick

Hameln. Die Einsegnung von Diakonin Julia Aschenbach sei pandemiebedingt in den Sommer verschoben worden: „Wir haben gemeinsam gehofft, dass dann die Inzidenzzahlen niedriger sind“, sagte der Hamelner Superintendent zu Beginn des Gottesdienstes in der Heilig-Kreuz-Kirche in Hameln. Diese Hoffnung habe sich getrogen, trotzdem werde die Einsegnung gefeiert. In den Dienst als Diakonin der Landeskirche wurde am ersten Sonntag im Sommermonat Juli im Klütviertel in Hameln Julia Aschenbach eingeführt. Schon seit September vergangenen Jahres arbeitet sie als Diakonin in der Region II des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont als Seelsorgerin in den Seniorenheimen in Hameln und bei der Vakanzvertretung in der Gemeinde am Ohrberg. Superintendent Phillip Meyer segnete zusammen mit zwei Assistentinnen und einem Assistenten die Diakonin und überreichte ihr die Urkunde der Landeskirche. Damit wurde sie nach Ausbildung, Studium und Anerkennungsjahr zur Diakonin offiziell zur Diakonin ernannt.

Ihr Anerkennungsjahr hat die aus Lachem (Hessisch-Oldendorf) stammende Diakonin zur Hälfte bei Diakonin Birgit Hodemann in der Krankenhausseelsorge im Sana-Klinikum Hameln und zur anderen Hälfte in der Jugend- und Gemeindearbeit bei Diakonin Selma Conzendorf in Aerzen geleistet. Die beiden Mentorinnen predigten gemeinsam im Einsegnungsgottesdienst: Mit dem Läuten der Glocken in Lachem begann diese dialogische Predigt: Von diesen Glocken habe sich Julia Aschenbach schon als Kind in den Gottesdienst rufen lassen. Jeden Sonntag sei sie, wenn die Glocken riefen, aus dem Haus neben der Kirche zum Gottesdienst aufgebrochen und zum Gottesdienst gegangen. Später sei es für sie nach dem Engagement in vielen kirchlichen und gesellschaftlichen Jugendbereichen keine Frage gewesen, Diakonin zu werden. Im Anerkennungsjahr habe sie die Stille der Seelsorge mit Kranken ebenso erlebt und gestaltet wie die Zeit mit umtriebigen Konfirmandinnen und Konfirmanden oder auf Jugendfreizeiten, wussten die beiden Mentorinnen zu berichtet. Für die Frau, die sich in so jungen Jahren von den Glocken habe rufen lassen und dann diesen Weg gegangen ist, bleibe das Versprechen, das Paulus gegeben hat: Wen Gott berufen hat, die lässt er nicht im Stich. 

Gratulanten schlossen sich den Segenswünschen an: Pastorin Dagmar Knackstedt-Riesener betonte, dass besonders sei, wenn ein ehemaliges Gemeindeglied Diakonin werde. Der Kirchenvorstand der Heilig-Kreuz-Kirche gratulierte wie auch die Regionalkonferenz der Region II und Pastor Christof Vetter aus Aerzen: „Mit dir als Diakonin wird es in der Kirche auch in den kommenden Jahren nicht langweilig.“

Marienkirchengemeinde Aerzen