Hunde-Gottesdienst in Bad Lauterberg

Nachricht 16. Juni 2022

Der beste Freund des Menschen

Bad Lauterberg. Ab jetzt sollte die Kirche die Zahl ihrer Gottesdienstbesucher in Beinen angeben, schlug Pastor Andreas Schmidt am vergangenen Sonntag vor. Dann hätte die Pauluskirche ziemlich gut abgeschnitten, denn neben etlichen Zwei- waren auch noch ebenso viele Vierbeiner dort. Hunde und Hundebesitzer waren zu einem Tiersegnungsgottesdienst eingeladen und nahmen nicht nur aus Neugier an.

Gefeiert wurde nicht in, sondern vor der Kirche, das sonnige Wetter legte das nahe, im Bibeltext ging es um Noah, der sozusagen der erste Haustierhalter war. Immerhin geht es in der Geschichte der Arche ja um die Beziehung zwischen allen Geschöpfen Gottes und auch um die Bewahrung der Schöpfung, die unsere Fürsorgepflicht für die Tiere mit einschließt.
In seiner Predigt führte Pastor Schmidt dann aus, dass Hunde nicht nur als der beste Freund des Menschen gelten, sondern es für viele auch tatsächlich sind, als Familienersatz, als Grund, überhaupt noch vor die Tür zu gehen oder in welcher Konstellation auch immer. Ebenso können sie auch Bindeglied zwischen Menschen sein, so fällt es beispielsweise oft viel leichter, andere Hundebesitzer anzusprechen oder generell als Eisbrecher zu dienen.

Er selbst begegene auch bei Seelsorgegesprächen häufig Hunden, und wenn die ihn dann schon kennen und wissen, dass er immer Leckerli in der Tasche hat, sorge das oft auch für einen guten Einstieg. „Ich habe wenig Freunde“, konnte Andreas Schmidt sich einen Witz nicht verkneifen, „und die wenigen hab ich auch noch bestochen.“

Anschließend ging es vielleicht auch ein wenig um Bestechung, jedenfalls, was die Hunde anging. Ob die nämlich tatsächlich begriffen haben, was eine Segnung in einem Gottesdienst bedeutet, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Für ihre Besitzer aber war es durchaus eine bedeutsame Handlung und ganz nebenbei auch ein großer Spaß als der Pastor und sein Kirchenvorstand durch die Reihen gingen, um jedes einzelne Tier zu segnen und natürlich mit einem Leckerli zu belohnen.

Das schloss auch die Tiere der Rettungshundestaffel HarzSAR mit ein, die ebenfalls zum Gottesdienst gekommen waren und im Anschluss noch über ihre Arbeit berichteten. Eine Vorführung zum Auffinden einer hilflosen Person durfte nicht fehlen und so wurde auch hier noch einmal deutlich, wie wichtig Hunde für Menschen in vielen Situationen doch sein können.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Harzer Land