Kirchenkreis Göttingen eröffnet Forum Kirche und Diakonie

Nachricht Hannover, 25. Mai 2022
Gruppenfoto_Forum Kirche und Diakonie
Von links: Roger Ahrens, Prof. Gesche Grabenhorst und Rebecca Baum vom Architekturbüro ahrens & grabenhorst, Projektleiter Peter Friele vom Kirchenkreisamt Göttingen-Münden, Steffen Magerhans, Vorsitzender der Kirchenkreissynode, Dr. Frank Uhlhorn, Superintendent Kirchenkreis Göttingen, Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbands Göttingen, Susanne Kruse-Joost, Studienleiterin und Geschäftsführerin des Theologischen Studienhauses Göttingen, Elke Drebing, Leiterin der Ev. Familien-Bildungsstätte Göttingen, Nikolai Kohl, pädagogischer Vorstand der Diakonie Christophorus und Janina Rinke, Teamleitung Ambulant Betreutes Wohnen der Diakonie Christophorus. Foto: Jeanine Rudat

Göttingen. Nach rund dreijähriger Bauzeit eröffnet der evangelische Kirchenkreis Göttingen am 24. Juni offiziell das Forum Kirche und Diakonie. An dem Standort an der Marienkirche in der westlichen Innenstadt finden bislang verstreut in Göttingen liegende diakonische Einrichtungen wie die Sozialarbeit, das Migrationszentrum, die Suchtberatung und die Familienbildungsstätte sowie das evangelische Studienhaus der hannoverschen Landeskirche eine neue Heimat. Insgesamt hat der Bau mit 4.200 Quadratmetern Nutzfläche rund 13,5 Millionen Euro gekostet, wie der Kirchenkreis am Mittwoch mitteilte. Finanziert wurde er aus Mitteln des Kirchenkreises, der hannoverschen Landeskirche sowie eines Darlehens.
Mit 450.000 Euro schlugen allein die archäologischen Grabungen im Vorfeld zu Buche. Dabei seien einige interessante Fundstücke ans Licht geholt worden, sagte Projektleiter Peter Friele vom Kirchenkreisamt Göttingen-Münden. „Wir haben viele Steine ausgegraben, Mauerreste gefunden, aber auch so kleine Highlights, wie eine Jesusfigur, eine Blockflöte aus dem Mittelalter, die in ihrer Art sehr einzigartig ist, und natürlich viele Scherben, Keramik und Töpfe gefunden.“

Der Geschäftsführer des Diakonieverbands Göttingen, Jörg Mannigel, bezeichnete den Bau als „Quantensprung“. Durch die Konzentration an einem Standort - bis auf die Bahnhofsmission und die Straßensozialarbeit - ergäben sich gute Synergieeffekte: „Schön ist zum Beispiel, wenn wir sehen, dass im Bereich einer suchttherapeutischen Maßnahme auch Menschen mit Migrationshintergrund dieses Angebot in Anspruch nehmen. Es ist jetzt nicht mehr notwendig, sie vom Migrationszentrum bis zur Fachstelle Sucht und Sichtprävention durch die ganze Stadt zu schicken, sondern wir können uns hier relativ schnell die Person auch überweisen.“

Der Superintendent des Kirchenkreises Göttingen, Frank Uhlhorn, sagte: „Wir haben es als Kirche geschafft, deutlich zu machen, was evangelische Kirche, nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft auch sein will.“ Das Forum zeige, „wir haben eine Platz an dieser Stelle, wir haben einen Ort hier in dieser Stadt, an dem wir als Kirche sichtbar sind.“

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen