Turmraum in St. Marien wurde zum einladenden Ort

Nachricht 24. August 2021

Ein Raum der Begegnung

Isernhagen. Viel Geduld brauchte das Kuratorium der Stiftung St. Marien Isernhagen in den vergangenen Jahren: Schon im Januar 2015 gingen auf dem Konto der Stiftung die ersten Spenden zur Umgestaltung des Turmraumes in der evangelischen St.-Marienkirche in Isernhagen ein. Bis die Pläne für den ersehnten „Raum der Begegnung“ dann umgesetzt werden konnten, vergingen mehr als sechs Jahre – doch das Warten hat sich gelohnt.

Wer einen Gottesdienst, ein Konzert oder eine andere Veranstaltung in St. Marien Isernhagen besucht, betritt als erstes den Turmraum: Unter einem frisch vergoldeten Portalschmuck hindurch führt der Weg ins Kirchenschiff durch diesen großen, fast quadratischen Raum im Kirchturm. Während der Turmraum vor der Umgestaltung eher düster und auch oft ein wenig unaufgeräumt wirkte, präsentiert er sich jetzt deutlich einladender mit frisch gestrichenen Wänden,  schlichten beweglichen Bänken und Tischen aus hellem Holz, neuer Beleuchtung und einer Infrarot-Heizung unter der Decke. Galerieschienen an den Wänden ermöglichen wechselnde Ausstellungen; aktuell ist hier eine Fotoausstellung zum Thema „Begegnungen“ zu sehen.

„Wir freuen uns sehr, dass dieser Raum jetzt zu dem werden kann, was wir uns sehr gewünscht haben – zu einem Raum der Begegnung“, sagt Dr. Gisela Grunewaldt-Stöcker aus dem Stiftungskuratorium. Der Raum solle Kirchenbesucherinnen und -besucher freundlich empfangen; egal, ob sie zum Gottesdienst, zum Konzert, zu einer Ausstellung oder einfach zu einem Besuch der alten Dorfkirche kommen. „Ankommen in St. Marien – Zuhause in Isernhagen“: Unter diesem Projekttitel hoffen Stiftung und Kirchengemeinde auf viele zukünftige Begegnungen im Turmraum.

Etwa 70.000 Euro investierte die Stiftung St. Marien Isernhagen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bau- und Kunstpflege der hannoverschen Landeskirche in die Umgestaltung des Turmraumes; den größten Teil dieser Summe warb sie von Spenderinnen und Spendern ein. „Das Projekt wurde von zahlreichen Menschen unterstützt“, erzählt Grunewaldt-Stöcker. „60.000 Euro sind als Einzelspenden auf unserem Konto eingegangen, dafür danken wir allen, die uns unterstützt haben, sehr herzlich.“

Bei aller Freude gibt es auch einen kleinen Wermutstropfen: „Gerne hätten wir alle, die uns unterstützt haben, zu einer großen Eröffnungsfeier eingeladen“, sagt Dr. Wilfried Besch vom Stiftungskuratorium. Die andauernde Corona-Pandemie vereitelte diese Pläne, Anlässe für Begegnungen im kleineren Rahmen werden sich aber sicher finden.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen