Theologe Prof. Dr. Werner Merten verstorben

Nachricht 10. August 2021

Landeskirche würdigt Kirchenmusiker und Liturgiewissenschaftler

Werner Merten wurde 1927 in Hannover-Stöcken als Sohn eines Finanzbeamten geboren. Nach dem Einsatz als Flakhelfer und anschließender Kriegsgefangenschaft studierte er Theologie und Kirchenmusik. Im Jahr 1951 wurde er mit einer Arbeit über „Die Psalmodia des Lucas Lossius. Ein Beitrag zur reformatorischen Musikgeschichte Niedersachsens (Lüneburg)“ promoviert.

Nach dem Vikariat in Oesselse und dem Kloster Loccum wurde er 1955 in der Kapelle des Friederikenstiftes Hannover ordiniert. Anschließend wurde er für drei Jahre Mitarbeiter des damaligen Geistlichen Vizepräsidenten Dr. Christhard Mahrenholz, den er bei der Einführung der Agende unterstützt hat.

Von 1958 bis zum Ruhestand 1992 war er Pastor in Hannover-Stöcken. Hier hat er in seinen Anfangsjahren an der Umsetzung der Planungen der Corvinuskirche mitgewirkt, die am 11. Februar 1962 von Landesbischof Hanns Lilije geweiht und 2012 entwidmet wurde.

Seit 1974 begleitete er nach dem Übergang der eigenständigen landeskirchlichen Kirchenmusik-Ausbildung (bis 1973) an die Hochschule für Musik, Theater und Medien die Ausbildung von Kirchenmusiker*innen und bildete so weiterhin ein Bindeglied zur Landeskirche. Aus dieser Zeit stammen auch weitere liturgiewissenschaftliche und liturgiegeschichtliche Studien.

Seit dem Jahr 2000 unterstützte er den Aufbau des Studienfaches Katholische/Evangelische Kirchenmusik an der Folkwang Hochschule Essen, der 2011 eingestellt worden ist. Seine geistliche Heimat hat der bis ins hohe Alter engagierte Geistliche zuletzt in der Martins-Kirchengemeinde Engelbostel gefunden. Hier hat er im Jahr 2015 auch sein 60-jähriges Ordinationsjubiläum gefeiert.

OLKR Dr. Klaus Grünwaldt